ausdenken
Fundstelle: Lfg. 4 (1852), Bd. I (1854), Sp. 843, Z. 71
excogitare, nnl. uitdenken:
wein, den die bosheit ausgedacht,
des wassers ruhm empor zu bringen.
Hagedorn 3, 46;
laszt uns einen so grausamen gedanken auch nicht einmal ausdenken. Lessing 10, 19; den gedanken, der in ihm aufstieg, und den er sich kaum auszudenken getrauete. Wieland 3, 229; ich habe mir ein mittel ausgedacht;
sasz sie und dachte masken aus
zur kommenden redoute.
Gotter 1, 89;
du hast den sklaven wol gekettet, hast
ihn wol gespart zu ausgedachten qualen.
Göthe 9, 240;
lassen sie uns diesen einfall, diesen vorschlag aus dem stegreife ja recht gut durchsinnen und ausdenken. 22, 57; die grausamste und ausgedachteste sclaverei. Kant 5, 434. (Hugo naturr. 1819 s. 243); ersinnen und ausdenken. 10, 270; von jungen geniesüchtigen originalköpfen, wie sie sich nennen, die ihr halb ausgedachtes halb gesagt bei jeder gelegenheit darbieten. Lichtenberg 3, 208.
Zitationshilfe
„ausdenken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/ausdenken>, abgerufen am 26.05.2019.

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