ansiedeln
Fundstelle: Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 462, Z. 23
accolere, gewöhnlich sich ansiedeln, niederlassen:
wie mancher auf der geige fiedelt,
meint er, er habe sich angesiedelt.
Göthe 4, 359;
die Rheininseln waren denn auch öfters ein ziel unserer wasserfahrten und wir hätten uns hier in den traulichen fischerhütten vielleicht mehr als billig angesiedelt, hätten uns nicht die entsetzlichen Rheinschnaken nach einigen stunden wieder weggetrieben. 26, 29; unübersehbare blumenmassen, die sich auf dem überbreiten wege angesiedelt hatten. 28, 158. transitiv: ein bürgerlicher verein, der ihn (den ausgewanderten Deutschen) bald zu einem völkchen ansiedelt. Kant 10, 357.
ansiedeln n
Fundstelle: Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 462, Z. 35
in unsers vaters reiche sind viel provinzen, und da er uns hier zu lande ein so fröhliches ansiedeln bereitete, so wird drüben gewis auch für beide gesorgt sein.
Göthe an gräfin Stolberg 186.
Zitationshilfe
„ansiedeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/ansiedeln>, abgerufen am 25.06.2019.

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