anschnallen
Fundstelle: Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 446, Z. 78
affibulare, jungere fibulam, gegensatz vonabschnallen: den degen anschnallen, die riemen, sporen, die schuhe anschnallen. figürlich, anheften, anbinden:
stets angeschnallt an semen siechen leib
darf sie ihm tag und nacht nicht von der seite weichen
Wieland 22, 273;
ich sah den haftbefehl für mich auf den ganzen abend ausgefertigt, und mich der bunten schlieszerin angeschnallt. J. Paul jubels. 102; er hat sich eine liebste angeschnallt.
anschnallen
Fundstelle: Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 447, Z. 7
ferire, fehlerhaft für anschnellen, das im praet. und part. anschnallte, angeschnallt bekommen konnte, nicht im praesens:
wie hohe beum und thurne fallen,
wenn sie (eos) blitz und donner anschnallen.
froschm. 2, 2, 3.
Zitationshilfe
„anschnallen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/anschnallen>, abgerufen am 17.07.2019.

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