anschlieszen
Fundstelle: Lfg. 2 (1852), Bd. I (1854), Sp. 444, Z. 47
compedes indere, annectere: einen an die kette, an den block, an den wagen anschlieszen; einen brief dem andern anschlieszen; den blick, das auge an einen anschlieszen, auf ihn heften; auch hielt er sich bei allen stürmen der faction unwandelbar an den könig angeschlossen. Schiller 1080. häufig sich anschlieszen, anreihen: sich der menge, dem groszen haufen anschlieszen; er schlosz sich innig diesem mann an; so schlieszen wir uns denn gleich an dasjenige wieder an, was wir oben schon benannt und besprochen haben. Göthe 17, 53; flächen, woran sich sanft aufsteigende hügel anschlossen. 31, 225. gleichviel mit sich anschlieszen auch bloszes anschlieszen intransitiv: die züge auf der eisenbahn schlieszen an; die thür schlieszt nicht an; das kleid schlieszt an; ein enganschlieszender ermel; sanft anschlieszend. Luise 3, 176;
die haube schlieszt nicht an und flieht aus dem gesichte.
Zachariä;
ein herzliches, warmes, anschlieszendes, treues geschöpf. Klinger 9, 251, was auch auf sich anschlieszen bezogen werden darf, da fürs particip das reflexive pronomen unterbleiben mag.
Zitationshilfe
„anschlieszen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/anschlieszen>, abgerufen am 19.10.2019.

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