abtrinken
Fundstelle: Lfg. 1 (1852), Bd. I (1854), Sp. 144, Z. 31
debibere, nnl. afdrinken: den schaum vom wein oben abtrinken; den letzten tropfen vom nagel abtrinken; das glas ist zu voll, du must etwas abtrinken; den wein vom becher abtrinken, austrinken;
recht streichmasz wöll wir trinken ab,
lang ich dich nit gesehen hab.
Schwarzenberg 144, 2;
nu schenk uns ein den groszen becher,
schenk voll, so, ho! ihr liebe freind,
ein jeder guter zecher, stecher,
so oft als vil buchstaben seind
in seines lieben stechblatts namen,
hie disen ganz abdrinken soll,
ich neunmal, rechnet ihr zusamen:
es gilt ganz voll!
Weckherlin 528;
darf ich schon nicht abdrinken das pocal.
das. 653.
andere bedeutungen, einem seine schöne abtrinken (s.absaufen, abzechen); die rechnung beim wirt abtrinken, ihm abtrinken. weisth. 2, 411; die schuld abtrinken; der thee ist abgetrunken, durch aufgusz des wassers abgeschwächt.
Zitationshilfe
„abtrinken“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/abtrinken>, abgerufen am 15.10.2019.

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