abenteuerlich
Fundstelle: Lfg. 1 (1852), Bd. I (1854), Sp. 28, Z. 34
nnl. avontuurlijk, in allen mit abenteuer verbundnen bedeutungen, seltsam, ungereimt. der gruntzerteufel ist ein ebenteurlich gott. A. Gryph. 1, 714. affentheurlich naupengeheurliche geschichtklitterung. Fischart. auch dies adj. bei Göthe oft: welch ein abenteuerlicher kamm, wie das thier sich verwundert! 14, 94. wie abenteuerlich ich mir die gegenden vorstellte. 16, 112. nur da die ungleichheit unserer jahre und kräfte die sache ohnehin etwas abenteuerlich macht, so schlage ich statt anderer waffen ein paar rapiere vor. 18, 225. der graf gab ihm ein buch, aus welchem er eine abenteuerliche novelle vorlas. 18, 308. man beneidete die wunderlichen gesellen (die zigeuner), die in seligem müsziggange alle abenteuerlichen reize der natur zu genieszen berechtigt sind. 19, 36. abenteuerliche verknüpfung der bedeutenden zustände des menschlichen lebens. 24, 108. die geschichte der Johanna von Orleans gewinnt ein abenteuerliches helldunkel. 32, 175. auf anlasz einiger abenteuerlichen schnörkel. 39, 345. so modelt der wilde mit abenteuerlichen zügen, gräszlichen gestalten, hohen farben seine cocos, seine federn und seinen körper. 39, 348. Und bei Kant: abenteuerliche folgen 3, 406. die eigenschaft des schrecklicherhabenen, wenn sie ganz unnatürlich ist, ist abenteuerlich. 7, 387. abenteuerlich ist ein mensch, der den hang hat sich in begebenheiten zu verflechten, deren wahre erzählung einem roman ähnlich ist. 10, 266. ein abenteuerlich gestalteter, aber aufgeweckter mann. 10, 334.
Zitationshilfe
„abenteuerlich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dwb/abenteuerlich>, abgerufen am 17.10.2019.

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