drangeben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungdran-ge-ben
Wortzerlegungdran-geben
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich etw. preisgeben, opfern
Beispiele:
noch fünf Minuten drangeben (müssen)
ein Auge hatte er schon früher drangegeben [A. ZweigElfenbeinfächer56]

Thesaurus

Synonymgruppe
aufopfern · ↗darangeben · ↗hingeben · ↗opfern  ●  drangeben  ugs.
Synonymgruppe
(darauf) verzichten, etwas zu tun · (es) dabei belassen · ↗(sich etwas) ersparen · (sich) beherrschen (etwas zu tun) · Abstand nehmen (von etwas) · ↗absehen (von) · ↗aufhören · ↗bleibenlassen · nicht machen · nicht tun  ●  ↗unterlassen  Hauptform · (es) gut sein lassen  ugs. · (etwas) drangeben  ugs. · ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · ↗(sich etwas) schenken  ugs. · ↗(sich etwas) sparen  ugs. · ↗(sich etwas) verkneifen  ugs. · (sich etwas) von der Backe putzen  ugs., fig. · (sich) die Mühe sparen (können)  ugs. · (sich) verabschieden (von etwas)  ugs. · (von etwas) die Finger lassen  ugs. · ↗bleiben lassen  ugs. · gar nicht erst versuchen  ugs. · ↗lassen  ugs. · ↗sausen lassen  ugs. · sein lassen  ugs.
Assoziationen
  • erfolglos · ohne Erfolg · ↗umsonst · ↗vergebens  ●  ↗fruchtlos (Anwaltsdeutsch)  Jargon · ↗vergeblich  Hauptform · (an/bei jemandem/etwas ist) Hopfen und Malz verloren  ugs. · außer Spesen nichts gewesen  ugs., Spruch · da kommt nix bei rum  ugs., salopp · dabei kommt nichts (he)rum  ugs. · ↗frustran (medizinisch)  fachspr. · für die Katz  ugs. · für die Tonne  ugs. · für nichts und wieder nichts  ugs. · kannst du knicken  ugs. · kannst du vergessen  ugs. · vergebene Liebesmüh  ugs. · vergebliche Liebesmüh  ugs.
  • (die) Finger lassen (von) · nicht anfassen · nicht anrühren  ●  nicht anpacken  ugs. · nicht gehen an  ugs.
  • (einer Sache) ein Ende machen · (sich) abwenden von · (sich) verabschieden von · ablassen von · ad acta legen · ↗aufgeben · ↗beenden · ↗fallen lassen · ↗fallenlassen · hinter sich lassen · ↗sausen lassen · ↗stoppen · ↗vergessen  ●  (einen) Schlussstrich ziehen  fig. · Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  sprichwörtlich · ↗beerdigen  fig. · (davon) Abschied nehmen  ugs. · an den Nagel hängen  ugs., fig. · den Rücken kehren  ugs., fig. · ↗einstampfen  ugs., fig. · sterben lassen  ugs., fig. · zu Grabe tragen  ugs., fig. · über Bord werfen  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ersparnis Job Urlaub gleich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›drangeben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch an ihrer Schule gebe sie schließlich eher eine Stunde Turnen dran als eine Stunde Deutsch.
Die Zeit, 05.10.2009, Nr. 40
Sein Leben war verwirkt, da musste er sein Nachleben auch gleich drangeben.
Süddeutsche Zeitung, 14.07.2001
Der fragte einst unseren Herrn, ob er seine Arbeit drangeben und zur Kirche gehen sollte.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 20912
Ich will eher alles andere drangeben, aber ich möchte nicht den reinen Besitz meiner Seele drangeben, um angenehm unter den Kindern der Welt zu sein.
Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 398
Meine Ferien mußte ich zwar drangeben, aber wir machten es uns gemütlich im leeren Berlin.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„drangeben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/drangeben>, abgerufen am 24.08.2019.

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