diffamieren

GrammatikVerb · diffamierte, hat diffamiert
Aussprache
Worttrennungdif-fa-mie-ren
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›diffamieren‹ als Erstglied: ↗Diffamierung
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend jmdn. in seinem Ansehen, Wert herabsetzen, verleumden
Beispiele:
einen Gegner diffamieren
diffamierende Äußerungen tun
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

diffamieren Vb. ‘verunglimpfen, verleumden’, entlehnt im 16. Jh. aus gleichbed. lat. diffāmāre, zu lat. fāma ‘Gerede, öffentliche Meinung, Leumund’ (s. ↗Fama).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) anhängen · ↗(jemandem etwas) nachsagen · ↗(jemandem etwas) unterstellen · (jemandem) die Ehre abschneiden · (jemanden) ins Gerede bringen · (über jemanden negative) Behauptungen in die Welt setzen · Lügen verbreiten (über) · Sünden anderer aufzeigen · diffamieren · ↗diskreditieren · ↗herabsetzen · in Misskredit bringen · in Verruf bringen · schlecht reden (über) · ↗schlechtmachen · ↗schmähen · ↗verhöhnen · ↗verleumden · ↗verunglimpfen · zynisch beschreiben  ●  ↗(jemandem etwas) andichten  ugs. · (jemandem etwas) ans Zeug flicken  ugs., veraltend · ↗anschwärzen  ugs. · kein gutes Haar lassen (an)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
abkanzeln · ↗ausschimpfen · ↗beleidigen · ↗entwerten · ↗entwürdigen · ↗herabsetzen · ↗herabwürdigen · ↗niedermachen  ●  ↗abqualifizieren  ugs. · absauen  derb · ↗anmachen  ugs. · ↗anmotzen  ugs. · anpampen  ugs. · ↗anpöbeln  ugs. · diffamieren  geh. · ↗heruntermachen  ugs. · ↗herunterputzen  ugs. · ↗schimpfen  ugs. · zur Sau machen  derb, fig. · zur Schnecke machen  ugs., fig. · ↗zusammenstauchen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Andersdenkender Antisemit Berufsstand Chaot Faschist Gutmensch Handlanger Homosexueller Kriegstreiber Landesverräter Nazi Nestbeschmutzer Restschule Schmarotzer Sozialschmarotzer Staatsfeind Vaterlandsverräter Verräter ausgrenzen beleidigen denunzieren diffamieren diskreditieren entartet kriminalisieren marginalisieren pauschal schikanieren verleumden verunglimpfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›diffamieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Warum müsse er ihn dann in einer solchen Weise diffamieren?
Die Welt, 15.12.2001
Es gehe nur darum, wütet er, die jetzige Koalition zu diffamieren.
Die Zeit, 02.11.1984, Nr. 45
Nach 1933 wurden seine Arbeiten zum Teil als »entartet« diffamiert.
Baumgartner, Gabriele u. Hebig, Dieter (Hg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR - N. In: Enzyklopädie der DDR, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1997], S. 28150
Von ihren Gegnern, die die katholischen Massen hinter sich hatten, wurden sie bekämpft, diffamiert und weitgehend isoliert.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 9792
Es ging offensichtlich auch hier in erster Linie darum, kommunistische Organisationen als Teil einer geheimnisvollen und angsterregenden Weltverschwörung zu diffamieren.
Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1954 - 1974, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1998], S. 474
Zitationshilfe
„diffamieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/diffamieren>, abgerufen am 14.10.2019.

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