depressiv

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungde-pres-siv
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›depressiv‹ als Letztglied: ↗antidepressiv
eWDG, 1967

Bedeutung

niedergeschlagen, gedrückt, verstimmt
Beispiele:
sich in einer depressiven Stimmung, Gemütslage befinden
die geistigen Leistungen ... gegen die depressiven Mächte in die Schlacht des Lebens zu werfen [Th. Mann11,407]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

deprimieren · Depression · depressiv
deprimieren Vb. ‘unterdrücken’ (17. Jh.), dann ‘herabsetzen’ und (vornehmlich in partizipialer Verwendung deprimierend, deprimiert) ‘seelisch niederdrücken, entmutigen’ (19. Jh.), Entlehnung aus gleichbed. frz. déprimer bzw. aus lat. dēprimere (dēpressum) ‘herabdrücken, -senken’, zu lat. premere (pressum) ‘drücken’ und s. ↗de-. Depression f. ‘Vertiefung’ (18. Jh.), dann ‘Senkung’ (besonders in geologischer Hinsicht), ‘Niedergeschlagenheit, gedrückte Stimmung’ sowie ‘Krisenzustand, Niedergang im Konjunkturverlauf der Wirtschaft’ (19. Jh.), Entlehnung von gleichbed. frz. dépression bzw. aus lat. dēpressio (Genitiv dēpressiōnis) ‘das Niederdrücken, -senken’. depressiv Adj. ‘niedergeschlagen, gedrückt’ (Anfang 20. Jh.), frz. dépressif.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) für nichts (mehr) interessieren(d) · ↗freudlos · ↗gemütskrank · ↗hoffnungslos  ●  depressiv  fachspr., medizinisch · dysthymisch  fachspr., medizinisch
Assoziationen
Synonymgruppe
Depressions... · depressiv  ●  Depri...  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkoholiker Anfall Anwandlung Episode Erkrankung Gemütszustand Grundstimmung Grundton Patient Phase Psychose Schub Stimmung Stimmungslage Störung Symptom Symptomatik Syndrom Veranlagung Verstimmung apathisch manisch melancholisch neurotisch psychotisch schizophren selbstmordgefährdet stimmend suizidgefährdet ängstlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›depressiv‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Umgekehrt scheinen die Ärzte die steigende Zahl depressiver junger Männer nur schwer zu erkennen.
Die Welt, 19.05.2001
Sie haben ihn einen schwer depressiven Mann genannt, der einem nur noch leid tun kann.
Der Tagesspiegel, 26.11.1999
In den meisten westlichen Ländern werden ungefähr doppelt soviel Frauen wie Männer als depressiv klassifiziert.
Luka-Krausgrill, Ursula: Depression. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 623
Die gleiche Musik, die sie depressiv verstimmt hatte und traurig machte, wurde jetzt eine Hilfe.
Eberlein, Gisela: Autogenes Training für Fortgeschrittene, Düsseldorf: Wien Econ Verlag 1974, S. 51
Wenn das Leben des Kindes in die Depression geht, ist die depressive Haltung des Erwachsenen daran schuld.
Pilgrim, Volker Elis: Manifest für den freien Mann - Teil 1, Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1983 [1977], S. 120
Zitationshilfe
„depressiv“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/depressiv>, abgerufen am 24.08.2019.

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