dareinfinden

GrammatikVerb · reflexiv
Worttrennungda-rein-fin-den · dar-ein-fin-den
Wortzerlegungdarein-finden
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben sich damit abfinden
Beispiel:
es fällt ihm schwer, sich dareinzufinden, dass er nicht mehr der erste ist

Thesaurus

Synonymgruppe
(klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · ↗(sich) fügen · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ↗ertragen · ↗hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · (sich) dareinfinden  geh., veraltet · keinen Aufstand machen  ugs. · ↗schlucken  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (etwas) nehmen, wie es kommt  ●  gleichmütig hinnehmen  Hauptform · (ein) Gemüt wie eine Brummfliege haben  ugs. · (etwas) nehmen, wie die Kuh das Gras frisst  ugs.
  • (sich) aussöhnen (mit) · (sich) nicht länger auflehnen (gegen) · seinen Frieden machen mit
  • (das ist) der Lauf der Welt · (das) ist einfach so · nicht zu ändern sein · so ist das Leben (eben) · so ist das nun mal · so ist nun mal das Leben · so läuft das heute  ●  (das) ist halt so  ugs. · (es) ist nun mal so  ugs. · Et kütt wie et kütt.  ugs., kölsch · c'est la vie  ugs., franz. · da kann man (eh) nichts machen  ugs. · da machste nix (dran)  ugs. · es ist, wie es ist  ugs. · ist doch so!  ugs. · ist so!  ugs. · kann passieren  ugs.
  • dem freien Spiel der Kräfte überlassen · den Dingen ihren Lauf lassen · ↗hinnehmen · nicht eingreifen  ●  geschehen lassen  Hauptform
  • Harmlosigkeit · ↗Unbedenklichkeit · ↗Ungefährlichkeit · ↗Unschädlichkeit
  • (jemandem) geschehen · ↗(jemanden) befallen · ↗(jemanden) ereilen · ↗durchleben · ↗durchleiden · ↗durchstehen · ↗erleben · ↗erleiden · ↗hereinbrechen (über)  ●  ↗durchmachen  ugs. · ↗mitmachen  ugs.
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
  • bewältigen · fertigwerden mit · hinwegkommen über · ↗verkraften · ↗verschmerzen · ↗verwinden · ↗überwinden  ●  nicht verknusen können (regional, nur negativ)  ugs. · ↗wegstecken  ugs.
  • (seinen) Widerstand aufgeben · ↗(sich) abfinden · keine (weiteren) Einwände erheben  ●  (zu allem) Ja und Amen sagen  ugs.
  • (sich) begnügen · (sich) bescheiden (mit) · ↗(sich) zufriedengeben · ↗vorliebnehmen (mit) · zufrieden sein (müssen)  ●  ↗fürliebnehmen  veraltet
  • Abstriche machen  ●  (den) Gürtel enger schnallen  fig. · ↗(sich) einschränken  Hauptform · (die) Ansprüche zurückschrauben  ugs. · (seine) Ansprüche herunterschrauben  ugs. · (sich) kleiner setzen  ugs. · kürzertreten  ugs., fig.
  • (auch) gegen ihren Willen · (auch) gegen seinen Willen · ↗gezwungenermaßen · ↗notgedrungen · ob jemand will oder nicht · ↗unfreiwillig · wider Willen · ↗widerwillig · wohl oder übel · ↗zwangsläufig · ↗zwangsweise  ●  schweren Herzens  fig. · (eine / diese) Kröte schlucken (müssen)  ugs., fig. · (eine / diese) bittere Pille schlucken (müssen)  ugs., fig. · der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe (geflügeltes Wort)  geh. · in den sauren Apfel beißen (müssen und)  ugs., fig. · ↗nolens volens  geh., lat. · ↗zähneknirschend  ugs., fig.
  • (ein) Einsehen haben · ↗(sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
  • (sich) (mit weniger) bescheiden · auf manches verzichten (müssen) · nicht alles bekommen (können) · ↗verzichten (müssen) · ↗zurückstecken (müssen)  ●  (jemand anderem) den Vortritt lassen  fig. · Verzicht üben  geh. · nicht alles haben (können)  ugs.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aufgegeben hat sie sich nicht, aber ihr Geist schwand, und sie fand sich darein.
Süddeutsche Zeitung, 26.06.2004
Vermutlich haben alle Gruppenreisen ihren eigenen Rhythmus, da muss man sich dareinfinden.
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2002
Sie hatte sich jetzt schon dareingefunden und duldete es ohne Einspruch.
Le Fort, Gertrud von: Das Schweißtuch der Veronika, Frankfurt a. M.: Fischer 1959 [1928], S. 98
Ohne Frage sind dies schöne, balsamreiche Worte für ein Volk, das sich so schwer dareinfindet, mit Enttäuschungen zu leben.
Die Zeit, 10.11.1961, Nr. 46
Zitationshilfe
„dareinfinden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/dareinfinden>, abgerufen am 25.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
darein-
darein
Darbuka
Darbringung
darbringen
dareinmengen
dareinmischen
dareinreden
dareinsetzen
Darg