darbringen

GrammatikVerb · brachte dar, hat dargebracht
Aussprache
Worttrennungdar-brin-gen
Wortzerlegungdar-bringen
Wortbildung mit ›darbringen‹ als Erstglied: ↗Darbringung
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben etw. schenken, opfern
Beispiele:
das Bild des alten Meisters zeigt, wie die Weisen aus dem Morgenlande ihre Gaben darbringen
ein Opfer darbringen
dieser Papst brachte das heilige Opfer nie ohne Tränen dar [le FortPapst22]
Ward eine Jungfrau einst / der Göttin auf dem Altar dargebracht [G. Hauptm.Iphigenie in DelphiII 5]
übertragen
Beispiele:
dem berühmten Manne wurden Glückwünsche, Geschenke, Huldigungen, wurde ein Fackelzug, Ständchen dargebracht
jmdm. Dank, Verehrung, seine Freundschaft darbringen
daß ein Wesen ihr unter Gefahren Aufmerksamkeiten darbrachte [MusilMann509]
sich darbringensich hingeben, preisgeben
Beispiele:
daß er nicht aus sich heraustreten und sich nicht darbringen konnte [FlakeSchritt11]
Könnte ich mich Dir auf einmal und völlig darbringen! [H. Mann8,316]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Altar Brandopfer Dank Dankopfer Fackelzug Feueropfer Gabe Geburtstagsständchen Geschenk Glückwunsch Gott Gottheit Hommage Huldigung Menschenopfer Morgengabe Myrrhe Opfer Opfergabe Ovation Rauchopfer Schlachtopfer Sonnengott Ständchen Tempel Tieropfer Trankopfer Tribut Verehrung bringen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›darbringen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Geröstetes Korn wurde neben Schrot bei den Römern, den Mayas und Azteken als Opfergabe dargebracht.
Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 12
Sie bringen sich dar, um zu demonstrieren, dass sie alles begriffen haben.
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2001
Wegen ihrer Trennung vom Tempel haben die E. keine Opfer dargebracht.
Kuhn, K. G.: Essener. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2468
Auch den von Amun benannten Göttern brachte er Opfer dar, um kundzutun, daß er seine Mission vollbracht habe.
Welles, C. Bradford: Die hellenistische Welt. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 4206
Als Buße verpflichtete er sich, seines Volkes Glauben, einen Palast und seinen Sohn darzubringen.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 175
Zitationshilfe
„darbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/darbringen>, abgerufen am 18.07.2019.

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