brummeln

GrammatikVerb
Worttrennungbrum-meln (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich (etw.) leise und mit Unterbrechungen brummen
Beispiele:
man hörte den Alten vor sich hin brummeln und schimpfen
unzufrieden, leise, stillvergnügt brummeln
was hast du da eben gebrummelt?
er brummelte eine Antwort
brummelnd danken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

brummen · aufbrummen · Gebrumm(e) · brummig · brummeln · Brummer · Brummbaß
brummen Vb. ‘einen tiefen Ton hervorbringen, in einer tiefen Tonlage die Stimme ertönen lassen, summen’. Das schwache Verb ahd. brummen ‘brünstig schreien’ (Hs. 12. Jh.), spätmhd. brummen ‘einen dumpfen Ton von sich geben, summen’, nl. (älter) brummen, danach brommen steht ablautend zu stark flektierendem ahd. breman ‘brüllen’ (9. Jh.), mhd. bremen ‘brummen, brüllen’ und zu ahd. (nicht sicher bezeugtem, aber aus einem Präteritum bram und der folgenden mhd. Form als möglich zu erschließendem) brimman, mhd. brimmen ‘dumpf tönen, brüllen’. Vgl. auch die unter ↗Bremse und ↗Brunft (s. d.) behandelten Ableitungen. Vergleichbar sind dem lautnachahmenden Verb lat. fremere ‘brüllen, tosen’, kymr. brefu ‘blöken, brüllen’, poln. brzmieć ‘tönen, summen’ und aind. bhramaráḥ ‘Biene’, so daß von ie. *bhrem- ‘brummen, summen, surren’ (Erweiterung einer Schallwurzel ie. *bher- ‘brummen, summen’?) ausgegangen werden kann, wozu mit unaspiriertem Anlaut griech. brémein (βρέμειν) ‘brausen, rauschen’. Umgangssprachlich-scherzhaftes brummen ‘eine Strafe absitzen’ kommt aus der Studentensprache des 19. Jhs.; hierzu auch aufbrummen Vb. jmdm. eine Strafe aufbrummen ‘auferlegen’ (19. Jh.). Gebrumm(e) n. (17. Jh.). brummig Adj. ‘mürrisch’ (18. Jh.). brummeln Vb. ‘leise brummen’ (15. Jh.). Brummer m. ‘wer brummt’ (16. Jh.), ‘große Fliege, Schmeißfliege’ (belegt seit 19. Jh., doch wohl älter). Brummbaß m. ‘Kontrabaß’ (18. Jh.), ‘tiefe Männerstimme’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
brummeln · ↗brummen
Oberbegriffe
Synonymgruppe
brummeln · ↗murmeln · ↗nuscheln  ●  (sich etwas) in den Bart murmeln  ugs. · (sich) etwas in den Bart brummeln  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bart Bass hin hinbrummeln leise mißmutig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›brummeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Diesel brummelt so genügsam, dass ich dem Wind zuhören kann.
Die Zeit, 22.05.2013, Nr. 22
Es knistert aus den Boxen, es rauscht dazu und brummelt recht elektronisch.
Süddeutsche Zeitung, 23.10.2001
Er knirscht mit den Zähnen, schnalzt, brummelt, dreht sich um und schläft weiter.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 131
Er brummelte beleidigt und wollte mich nur ungern vom Telefon entlassen.
Arjouni, Jakob: Happy birthday, Türke!, Zürich: Diogenes 1987 [1985], S. 103
Bei mir ist 37 schon fast Fieber ", brummelte er und las gleich weiter in der Zeitung.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 215
Zitationshilfe
„brummeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/brummeln>, abgerufen am 21.06.2019.

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