bruchig

GrammatikAdjektiv
Worttrennungbru-chig (computergeneriert)
GrundformBruch2
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bruch2 · bruchig
Bruch2 n. m. ‘mit Bäumen und Sträuchern bewachsenes Sumpfland’. Die Herkunft des nur westgerm. bezeugten Substantivs ahd. bruoh (11. Jh.), mhd. bruoch, mnd. brōk, mnl. broec, brouc, nl. broek ‘Sumpfland, Moorboden’ sowie (semantisch abweichend) aengl. brōc, engl. brook ‘Bach, Fluß, Strömung’ ist unsicher. Dittmaier in: ZfdA 84 (1952) 174 ff. nimmt Verwandtschaft von germ. *brōka- mit air. mruig, mir. bruig ‘Landstrich, Gehöft’, kymr. bret. bro ‘Bezirk’ an, die ihrerseits (da anlautendes ie. mr- zu kelt. germ. br- wird) auf ie. *mrō̌g̑- zurückgehen und etymologisch zu lat. margo ‘Rand, Grenze’, nhd.Mark ‘Grenze, Grenzland’ (s. d.) gehören. Danach ist für Bruch eine semantische Entwicklung von ‘Rand, Grenze’ über ‘Grenzsumpf’ zu ‘Sumpfland’ vorauszusetzen (ein ähnlicher Bedeutungswandel findet sich unter ↗Mark). bruchig Adj. ‘sumpfig’ (15. Jh.); älter anders abgeleitetes gleichbed. ahd. bruohlīh (11./12. Jh.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie verzichten auf jede Ironie, jeden Vorzeigehumor, es klingt dreckig und blechern, bruchig und getragen, es swingt in den Füßen, ohne den Kopf einzuschläfern.
Die Zeit, 06.07.1990, Nr. 28
Zitationshilfe
„bruchig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bruchig>, abgerufen am 17.07.2019.

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