brabbeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbrab-beln (computergeneriert)
formal verwandt mitbabbeln
Wortbildung formal verwandt mit: ↗babbeln
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich etw. undeutlich sagen
Beispiele:
er brabbelte etwas in seinen Bart
er brabbelte vor sich hin
eine brabbelnde Stimme war zu hören
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

babbeln · brabbeln
babbeln Vb. ‘lallen, unverständlich reden’, in abwertendem Sinne ‘schwatzen, plappern’. Seit Mitte des 16. Jhs. nachweisbar, gehört das Verb zu den lautnachahmenden Wörtern oder kindersprachlichen Lallwörtern wie ↗Amme, ↗Baby, ↗plappern (s. d.); vgl. verwandtes oder unabhängig entstandenes mnd. mnl. nl. babbelen ‘schwatzen, klatschen’, engl. to babble ‘stammeln, plappern’, schwed. babbla, frz. babiller, poln. paplać, russ. balabólit’ (балаболить) ‘schwatzen, plappern’ sowie mlat. babellare ‘lallen’, griech. babázein (βαβάζειν) ‘schwatzen’. Mit intensitätsverstärkender r-Erweiterung brabbeln Vb. ‘brummend und unverständlich vor sich hinreden’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Laute produzieren · ↗babbeln · brabbeln · ↗lallen · ↗plappern · unartikuliert sprechen  ●  kanonisches Lallen  fachspr.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Kauderwelsch reden · brabbeln · ein (seltsames) Kauderwelsch sprechen · kaum zu verstehen sein · ↗nuscheln · ↗radebrechen · unverständlich sein  ●  (sich) etwas in den Bart murmeln  ugs. · die Zähne nicht auseinander bekommen  ugs. · etwas daherbrabbeln (von)  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Baby Leerlauf Motor durcheinander fröhlich hin hinbrabbeln lachen leise los schreien ständig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›brabbeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Still ist er so gut wie nie, er brabbelt ständig vor sich hin.
Bild, 16.01.2003
So brabbelt es auch aus den Mäulern des dreiköpfigen Hundes.
Die Zeit, 07.11.1997, Nr. 46
Als sie nach der Zeit kalter Finsternis kaum mehr atmete und nicht mehr brabbelte, haben wir ihren Sitz in Gruppen fürsorglich besucht.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 343
Wie er da in seinem Liebestöter steht, sich die Äuglein reibt und irgendwas brabbelt.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 245
Rafael strahlte, brabbelte und fuhr ihr mit seinen feuchten Händen über das Gesicht.
Pressler, Mirjam: Malka Mai, Weinheim Basel: Beltz & Gelberg 2001, S. 272
Zitationshilfe
„brabbeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/brabbeln>, abgerufen am 20.10.2019.

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