bröckeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbrö-ckeln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bröckeln‹ als Erstglied: ↗bröckelig · ↗bröcklig  ·  mit ›bröckeln‹ als Letztglied: ↗Gebröckel · ↗abbröckeln · ↗aufbröckeln · ↗ausbröckeln · ↗auseinanderbröckeln · ↗herausbröckeln · ↗herunterbröckeln · ↗losbröckeln · ↗wegbröckeln
eWDG, 1967

Bedeutung

zu Bröckchen, Blättchen werden und auseinanderfallen
Beispiele:
der Gips, Mörtel, Putz, die Farbe bröckelt (von der Wand, Mauer)
der Kuchenteig bröckelt
eine bröckelnde Wand
bröckelndes Gestein
unter den Füßen des Bergsteigers bröckelte es
bildlich
Beispiel:
das große Reich bröckelte hier und da
etw. zu Bröckchen zerbrechen
Beispiel:
das Brot in die Suppe bröckeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Brocken · brocken · bröckeln · bröck(e)lig · einbrocken
Brocken m. ‘abgebrochenes Stück’, ahd. brocko (9. Jh.), mhd. brocke, mnd. brok, mnl. broc sind Bildungen zur Schwundstufe von germ. *brekan, nhd.brechen (s. d.). brocken Vb. ‘in Brocken zerteilen’, ahd. gibrockōn (9. Jh.), mhd. brocken; als Iterativbildung dazu bröckeln Vb. ‘in kleine Brocken zerfallen oder zerteilen’ (16. Jh.). bröck(e)lig Adj. (19. Jh.; 1. Hälfte 18. Jh. brökligt). einbrocken Vb. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) neigen · ↗(sich) senken · ↗abfallen · ↗einfallen · ↗entgleiten · ↗herabfallen · ↗herunterfallen · ↗herunterstürzen · ↗sinken · ↗stürzen · ↗verringern  ●  bröckeln  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablehnungsfront Abwehrfront Bastion Beton Decke Einheitsfront Fassade Front Fundament Kitt Machtbasis Mauer Mauerwerk Mörtel Notierung Putz Rückhalt Streikfront Stuck Wand abbröckeln auseinander auseinanderbröckeln bröseln herab hin hinbröckeln weg wegbröckeln zusehends

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bröckeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die scheint, hämt man in der Redaktion, zu bröckeln.
Süddeutsche Zeitung, 30.07.2001
Vielleicht würden dann die Strukturen des Mao Tse Kohl bröckeln.
Der Tagesspiegel, 21.03.2000
Das bröckelt in einem Nu zusammen, und an seinem Platz ist ein Schutthaufen, auf dem Kinder und Hunde spielen.
Rubiner, Ludwig: Die Gewaltlosen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 16527
Statt eines geordneten Abgangs begannen wir einzeln von der Bühne zu bröckeln.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 625
Der Lehm in den altersschwachen Häusern bröckelt immer wieder herab und macht alle Schönheitsbestrebungen bald zunichte.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 273
Zitationshilfe
„bröckeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bröckeln>, abgerufen am 21.09.2019.

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