bollern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbol-lern (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bollern‹ als Erstglied: ↗Bollerwagen
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, salopp dumpf dröhnen, poltern
Beispiel:
die ausgeschütteten Kartoffeln bollern dumpf auf den Kellerboden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ballern · bollern · bullern
ballern, bollern, bullern Vb. ‘poltern, krachen, lärmen, knallen, schießen’, spätmhd. bollern, schallnachahmend (neben ↗poltern, s. d.) mit wechselndem Stammvokal.

Thesaurus

Synonymgruppe
poltern · ↗rumpeln  ●  bollern  ugs., regional · ↗bullern  ugs. · ↗rumsen  ugs. · wämsen  ugs., regional
Oberbegriffe
  • (ein) Geräusch machen · zu hören sein
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bass Ecke Heizung Kohleofen Ofen Tür hin knallen los

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bollern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der einen Minute sei sie liebenswert, dann wieder bollere sie los, ziellos gegen alles und jeden.
Die Zeit, 11.02.2008, Nr. 06
Nur wenn er mit maximaler Leistung bollert, wird es warm und trocken.
Der Tagesspiegel, 25.01.2004
Unten in dem Ruinenkeller klopfte und bollerte es immer vernehmlicher.
Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 296
Sie läuteten, bliesen und bollerten das Fest der großen Engelweihe ein.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 107
Die S bollert vor sich hin, der Mann holt ein Taschentuch aus seiner Hosentasche, wischt sich die Tränen aus den Augen.
Die Welt, 13.08.2005
Zitationshilfe
„bollern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bollern>, abgerufen am 18.07.2019.

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