blendend

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Aussprache
Worttrennungblen-dend
Grundformblenden
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich auffallend gut, ausgezeichnet
entsprechend der Bedeutung von blenden (Lesart 1)
Beispiele:
er, sie ist eine blendende Erscheinung
eine blendende Darlegung, Formulierung, Idee
eine blendende Rede halten
er war ein blendender Redner
einen blendenden Aufstieg erleben
in blendender Laune sein
ein blendendes Leben führen
eine blendende Leistung bieten
in blendenden Verhältnissen leben
sich blendend unterhalten, amüsieren
blendend singen, aussehen
blendend schönes Wetter
mir geht es blendend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blenden · Blende · blendend · abblenden · verblenden
blenden Vb. ‘blind machen, durch übermäßige Lichtstrahlung das Sehvermögen beeinträchtigen, einen (ungerechtfertigten) positiven Eindruck hervorrufen’. Ahd. blenten (9. Jh.), mhd. mnd. blenden, aengl. blendan ist eine faktitive Bildung (germ. *blandjan) zu dem unter ↗blind (s. d.) behandelten Adjektiv; daneben ohne Ablaut anord. blinda, got. gablindjan. Blende f. zuerst (um 1500) in der Bergmannssprache für sulfidische Minerale mit metallischem Aussehen (vgl. Pechblende), sonst ‘Abschirmvorrichtung’ (18. Jh.). blendend Part.adj. seit der 1. Hälfte des 18. Jhs. verselbständigt in der Bedeutung ‘strahlend, hervorragend’ (blendende Weiße, blendender Roman). abblenden Vb. ‘abdunkeln, abschirmen’ (2. Hälfte 19. Jh.). verblenden Vb. ‘unfähig machen, etw. klar zu sehen, zu erkennen’, mhd. verblenden; vielfach das Part. Prät. verblendet ‘unfähig zu vernünftiger Einsicht’ (vgl. die verblenten narren, Luther).

Thesaurus

Synonymgruppe
blendend · gleißend · gleißend hell · ↗grell · leuchtend · neon... · sehr hell · stark glänzend · stark reflektierend · strahlend  ●  leuchtkräftig  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussehen Berufsaussicht Blitz Einfall Erscheinung Helle Helligkeit Laune Rhetorik Rhetoriker Scheinwerfer Selbstdarsteller Sonnenlicht Sonnenstrahl Spiellaune Stilist Unterhalter Verfassung Virtuosität Weiß Zukunftsaussicht Zwischenzeugnis amüsieren aufgelegt aussehend dastehen disponiert gelaunt hell weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blendend‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zehn Minuten ging es mir dann blendend, dann begann es mich zu zerlegen.
Bild, 03.05.2003
Ganz so blendend ist die Lage aber wohl doch nicht.
Der Tagesspiegel, 27.02.1998
Aber sehe der nicht blendend aus mit seinem noch vollen weißen Haar?
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 239
Als sie 16 Lenze zählte, war sie eine blendende Schönheit.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Grafen Komarowski vor dem Schwurgericht zu Venedig. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 808
Übrigens sah sie jetzt blendend aus, schön, merkwürdig, blumenhaft und elastisch.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 29
Zitationshilfe
„blendend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/blendend>, abgerufen am 23.04.2019.

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