bleichen

GrammatikVerb · blich, ist geblichen/gebleicht
Aussprache
Worttrennungblei-chen
Wortbildung mit ›bleichen‹ als Erstglied: ↗Bleichsucht  ·  mit ›bleichen‹ als Letztglied: ↗abbleichen · ↗ausbleichen1 · ↗erbleichen · ↗verbleichen
eWDG, 1967

Bedeutung

bleich werden
Beispiele:
unechte Farbe bleicht allmählich
die gesunde Farbe auf ihren Wangen blich
ihr Haar ist (in, von der Sonne) geblichen
die Knochen bleichen im Sande
Noch war das Gras unter den Waldbäumen fahl geblichen [ViebigErde203]
[die] Zöpfe waren ... an einzelnen Stellen gebleicht [SeghersDie Toten6,51]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bleich · bleichen1 · erbleichen · verbleichen · bleichen2 · Bleiche · Bleichert
bleich Adj. ‘blaß, fahl’, ahd. bleih (8. Jh.), mhd. bleich, asächs. mnd. blēk, mnl. bleec, nl. bleek, aengl. blāc ‘glänzend, hell, blaß’, anord. bleikr (germ. *blaika-) sind verwandt mit dem starken Verb germ. *blīkan, ahd. -blīhhan (in ahd. biblīhhan ‘erstrahlen, erglänzen’, 8. Jh., irblīhhan ‘erstrahlen, funkeln’, um 1000, firblīhhan ‘an Glanz verlieren, glanzlos werden’), mhd. blīchen ‘glänzen, erröten’, asächs. blīkan, mnl. bliken, nl. blijken, afries. blika, aengl. blīcan ‘glänzen, leuchten, scheinen’, nhd. (selten) bleichen1 Vb. erhalten in erbleichen Vb. ‘bleich werden’, verbleichen Vb. ‘bleich werden, sterben’. Für germ. *blaika- Adj. ergibt sich daher als ursprüngliche Bedeutung ‘glänzend’. Außergerm. sind zu vergleichen lit. blaikštýtis ‘sich aufklären, leuchten’, blyškė́ti ‘funkeln, glänzen’, blỹkšti ‘weiß, bleich werden’, russ.-kslaw. blěskъ, russ. b’lesk (блеск) ‘Glanz’, aslaw. bliskati, blьštati ‘funkeln, glänzen’, so daß sich ie. *bhlē̌ig̑-, *blī̌g̑- ‘glänzen’ erschließen läßt, eine über ie. *bhlē̌i-, *bhlī̌- hinausgehende Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ (s. ↗Blei, ↗Blech, ↗Blick, ↗blitzen). Neben dem starken Verb (s. oben) steht ein schwaches Faktitivum bleichen2 Vb. ‘bleich, weiß machen’, ahd. bleihhen ‘bleich machen’ (9. Jh.), mhd. bleichen ‘bleich machen, werden’. Bleiche f. ‘Blässe, Bleichplatz für Wäsche’, ahd. bleihhī(n) ‘Blässe, fahle Farbe’, mhd. bleiche. Bleichert m. blaßroter Wein, Bleichart (16. Jh.), zusammengesetzt mit der Namenskomponente -hart.

Thesaurus

Synonymgruppe
ausbleichen · bleichen · ↗weißen
Assoziationen
  • (das) Verblassen · (das) Verbleichen · Ausbleichen · Bleichen · ↗Entfärbung  ●  Verblassung  fachspr.
Synonymgruppe
aufhellen · bleichen · heller machen · heller tönen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Chlor Farbe Haar Haut Knochen Ozon Sonne Wäsche Zahn Zellstoff aus ausbleichen färben waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bleichen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem Magenta bleicht sehr stark aus, daher der Blaustich.
C't, 2001, Nr. 10
Wir sahen in den eingestürzten Ställen die Knochen des Viehes bleichen, mit Huf und Horn und mit der Kette noch um den Hals.
Jünger, Ernst: Auf den Marmorklippen, Gütersloh: Bertelsmann 1995 [1939], S. 79
Die hölzernen Treppen und Gehsteige waren geschrubbt und bleichten in der Sonne.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 364
Sobald die Blätter den Boden bedecken, werden sie bei trocknem Wetter mit den Spitzen lose zusammengebunden, damit das Herz bleicht und zart gelb wird.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 97
Bei heller Zimmerbeleuchtung (103 cd /m2) sind nur wenige Prozent des Sehfarbstoffs gebleicht.
Kirschfeld, K.: Photorezeption (periphere Sehorgane). In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 393
Zitationshilfe
„bleichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bleichen#1>, abgerufen am 19.09.2019.

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bleichen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungblei-chen
Wortbildung mit ›bleichen‹ als Erstglied: ↗Bleichcreme · ↗Bleichcrème · ↗Bleichmittel · ↗Bleichplan · ↗Bleichplatz · ↗Bleichsoda
 ·  mit ›bleichen‹ als Letztglied: ↗ausbleichen2
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. bleich machen
Beispiele:
Wäsche, Leinwand bleichen
das Haar vom Friseur bleichen lassen
ein gebleichtes Hemd
von den hohen Farrenwedeln, die ... die Herbstnacht noch nicht gebleicht hatte [ViebigErde88]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bleich · bleichen1 · erbleichen · verbleichen · bleichen2 · Bleiche · Bleichert
bleich Adj. ‘blaß, fahl’, ahd. bleih (8. Jh.), mhd. bleich, asächs. mnd. blēk, mnl. bleec, nl. bleek, aengl. blāc ‘glänzend, hell, blaß’, anord. bleikr (germ. *blaika-) sind verwandt mit dem starken Verb germ. *blīkan, ahd. -blīhhan (in ahd. biblīhhan ‘erstrahlen, erglänzen’, 8. Jh., irblīhhan ‘erstrahlen, funkeln’, um 1000, firblīhhan ‘an Glanz verlieren, glanzlos werden’), mhd. blīchen ‘glänzen, erröten’, asächs. blīkan, mnl. bliken, nl. blijken, afries. blika, aengl. blīcan ‘glänzen, leuchten, scheinen’, nhd. (selten) bleichen1 Vb. erhalten in erbleichen Vb. ‘bleich werden’, verbleichen Vb. ‘bleich werden, sterben’. Für germ. *blaika- Adj. ergibt sich daher als ursprüngliche Bedeutung ‘glänzend’. Außergerm. sind zu vergleichen lit. blaikštýtis ‘sich aufklären, leuchten’, blyškė́ti ‘funkeln, glänzen’, blỹkšti ‘weiß, bleich werden’, russ.-kslaw. blěskъ, russ. b’lesk (блеск) ‘Glanz’, aslaw. bliskati, blьštati ‘funkeln, glänzen’, so daß sich ie. *bhlē̌ig̑-, *blī̌g̑- ‘glänzen’ erschließen läßt, eine über ie. *bhlē̌i-, *bhlī̌- hinausgehende Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ (s. ↗Blei, ↗Blech, ↗Blick, ↗blitzen). Neben dem starken Verb (s. oben) steht ein schwaches Faktitivum bleichen2 Vb. ‘bleich, weiß machen’, ahd. bleihhen ‘bleich machen’ (9. Jh.), mhd. bleichen ‘bleich machen, werden’. Bleiche f. ‘Blässe, Bleichplatz für Wäsche’, ahd. bleihhī(n) ‘Blässe, fahle Farbe’, mhd. bleiche. Bleichert m. blaßroter Wein, Bleichart (16. Jh.), zusammengesetzt mit der Namenskomponente -hart.

Thesaurus

Synonymgruppe
ausbleichen · bleichen · ↗weißen
Assoziationen
  • (das) Verblassen · (das) Verbleichen · Ausbleichen · Bleichen · ↗Entfärbung  ●  Verblassung  fachspr.
Synonymgruppe
aufhellen · bleichen · heller machen · heller tönen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Chlor Farbe Haar Haut Knochen Ozon Sonne Wäsche Zahn Zellstoff aus ausbleichen färben waschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bleichen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotzdem warnt Österreich davor, öfter als zweimal im Jahr zu bleichen.
Süddeutsche Zeitung, 21.01.2004
Es wird toupiert und geglättet, gerollt und verlängert, tätowiert und gebleicht.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 28
Rote Hände bleichen, wenn sie ab und zu mit dem Brei gekochter Kartoffeln behandelt werden.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 22774
Für dauerhaftes Färben - Variante zwei - müssen die Haare gebleicht und dann eingefärbt werden.
Die Welt, 15.04.2000
Baumwollstoffe, Gewebe aus Baumwollgarnen, lassen sich leicht bleichen, färben, bedrucken und waschen.
o. A.: Das Lexikon der Hausfrau, Berlin: Ullstein 1937 [1932], S. 33
Zitationshilfe
„bleichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bleichen#2>, abgerufen am 19.09.2019.

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