bitzeln

GrammatikVerb
Worttrennungbit-zeln
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich
1.
(besonders) süddeutsch prickeln, stechend kitzeln
Beispiele:
mir, mich bitzeln (vor Kälte) die Finger, Ohren
Ich freue mich schon ... wieder einmal zu schmecken, wie Champagner auf der Zunge bitzelt [Auerbach15,32]
2.
(besonders) mitteldeutsch kleine Stückchen von etw. abschneiden
Beispiel:
er bitzelt an dem schönen Stoff, an dem Stück Holz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bitzeln Vb. obd. schweiz. westmd. ‘eine Empfindung wie von kleinen Stichen verursachen, jucken, brennen, prickeln’, iterativ gebildet (15. Jh.) zu ↗beißen (s. d.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Sekt bitzelte die persönlichen Spuren weg, Krach und Gelichter vertrieben die bösen Geister.
Die Welt, 03.01.2004
Zitationshilfe
„bitzeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bitzeln>, abgerufen am 19.09.2019.

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