bezeugen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-zeu-gen (computergeneriert)
Grundformzeugen2
Wortbildung mit ›bezeugen‹ als Erstglied: ↗Bezeugung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
die Wahrheit einer Sache durch eine Aussage bekräftigen, von etwas Zeugnis ablegen
Beispiele:
etw. eidesstattlich, unter Eid, gerichtlich bezeugen
die Wahrheit einer Aussage, die Unschuld des Angeklagten, das Gegenteil bezeugen
diese Tatsache kann ich bezeugen
seine Worte bezeugen seine Rechtschaffenheit, Freundschaft, Verwunderung
Einzelheiten sind dokumentarisch bezeugt
Sie war gut, ich bezeuge es [BrechtGuter Mensch10]
2.
etw. bezeigen
Beispiele:
jmdm. seine Achtung, Ehrfurcht, Gunst, Verehrung, Teilnahme, sein Vertrauen, Wohlwollen, Interesse bezeugen
Er bezeugte dem Pfarrer Möbius ... seine Aufmerksamkeit [SeghersDie Toten6,102]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

zeugen2 · bezeugen · überzeugen · Überzeugung
zeugen2 Vb. ‘Zeugnis ablegen, als Zeuge aussagen’, gleicher Herkunft wie ↗zeugen (s. d.), von dem es sich jedoch im 17. Jh. semantisch entfernt. bezeugen Vb. ‘durch Zeugenaussage bestätigen’, mhd. beziugen, auch ‘durch Zeugenaussage überführen’. überzeugen Vb. ‘jmdn. durch Zeugen oder entsprechende Beweismittel zur Anerkennung einer Tatsache oder Meinung bringen’, reflexiv ‘sich durch Nachprüfen Gewißheit verschaffen’ (16. Jh., geläufig 18. Jh.), mhd. überziugen ‘Zeugnis ablegen gegen jmdn., (mit Zeugen) überführen’; Überzeugung f. ‘feste Meinung, Gewißheit’ (18. Jh.), zuvor ‘Beweisführung’ (17. Jh.), ‘Überführung’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
attestieren · ↗bescheinigen · bezeugen
Synonymgruppe
(Echtheit) bestätigen · ↗beglaubigen · bezeugen · ↗verifizieren  ●  ↗authentifizieren  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Achtung Anwesenheit Auferstehung Bibel Briefwechsel Chronist Dankbarkeit Echtheit Ehrfurcht Evangelium Gegenteil Hochachtung Inschrift Kontinuität Redensart Respekt Solidarität Sympathie Tatsache Treue Unschuld Unterschrift Urkunde Verbundenheit Verehrung Vorhandensein Wendung Wertschätzung Widmung eindrucksvoll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bezeugen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daß man für die Philosophie ein Interesse zeigt, bezeugt noch keine Bereitschaft zum Denken.
Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 26
Die verkohlten Hütten dort bezeugen, wer vor allem den Terror hautnah erlebt hat.
Die Zeit, 19.03.1993, Nr. 12
Daß sie auch bei rechtgläubigen Christen beliebt waren, bezeugt die scharfe Verurteilung durch die Kirche.
Bartsch, H.-W.: Thomasakten. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 8592
Es ist mir eine Freude, dieses auch hier bezeugen zu können.
o. A.: Einhundertvierzehnter Tag. Donnerstag, 25. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 28164
Aber nie hat jemand antisemitische Äußerungen des Dirigenten öffentlich bestätigt oder bezeugt.
Der Tagesspiegel, 19.10.2000
Zitationshilfe
„bezeugen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bezeugen>, abgerufen am 24.04.2019.

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