bezähmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-zäh-men
Grundformzähmen
Wortbildung mit ›bezähmen‹ als Erstglied: ↗Bezähmung · ↗bezähmbar
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw., sich in Schranken halten, bändigen
Beispiele:
seine Gier, Neugier, Zunge, Begierde, Liebe, Boshaftigkeit bezähmen
seinen Hunger, Durst bezähmen
ein Gelüst, das (heiße) Blut bezähmen
jmdn., sich nicht länger bezähmen können
nur wer sich selbst bezähmt, / Mag des Gesetzes scharfe Zügel lenken [Grillp.Treuer DienerV]
2.
veraltet etw. zahm machen
Beispiele:
Pferde, Hunde bezähmen
Adam bezähmte sie [die Hunde] mit einem einzigen Ruf [Rosegger2,10]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Neugier Ungeduld Wut

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bezähmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wo man der Regierung die Macht einräumt, die Freiheit zu beschneiden, lässt sich diese Macht nur mühsam wieder bezähmen.
Die Zeit, 24.09.2001, Nr. 39
Bevor man also noch einmal zulangen möchte, bezähmt man sich.
Fresenius, Hanna: Sauna, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1987 [1974], S. 61
Entfernen läßt sie sich nicht, aber sie muß bezähmt werden.
Dombois, H.: Ehe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 7224
Allein er bezähmt sich, vermeidet geflissentlich jede Übertreibung, gibt einen exakten Bericht.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 87
Leider verzichtet er auch auf die Tiere, die vom Glockenspiel bezähmt werden.
Süddeutsche Zeitung, 01.03.1999
Zitationshilfe
„bezähmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bezähmen>, abgerufen am 23.07.2019.

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