beweihräuchern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-weih-räu-chern
formal verwandt miträuchern
Wortbildung mit ›beweihräuchern‹ als Erstglied: ↗Beweihräucherung
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend jmdn., etw. über Gebühr verherrlichen
Beispiele:
der große Künstler, Dichter wurde von seinen Anhängern, Verehrern geradezu beweihräuchert
historische Persönlichkeiten werden mitunter von der Nachwelt beweihräuchert
die Leistungen, Erfolge eines Filmstars beweihräuchern

Thesaurus

Synonymgruppe
aufgesetzt positiv reagieren · beweihräuchern · ↗lobhudeln · übertrieben loben  ●  ↗(sich) einschmeicheln  Hauptform · ↗(sich) einschleimen  derb · Honig ums Maul schmieren  ugs. · ↗bauchpinseln  geh. · herumschleimen  derb
Assoziationen
Synonymgruppe
anbeten · beweihräuchern · eine (ihm / ihr) nicht zukommende Bedeutung beimessen · eine (ihm / ihr) nicht zukommende Bedeutung verleihen · ↗emporstilisieren · ↗hochjubeln · ↗hochstilisieren · mit einem Glorienschein umgeben · mit einem Glorienschein versehen · ↗verbrämen · ↗verherrlichen · ↗verklären · ↗überhöhen  ●  ↗idealisieren  Hauptform · ↗anhimmeln  ugs. · ↗glorifizieren  geh. · ↗huldigen  geh.
Assoziationen
  • (einer Sache) zu viel Gewicht beimessen · zu hoch bewerten · zu viel Wichtigkeit beimessen · ↗überbewerten · ↗überschätzen
  • (verborgene) Absichten unterstellen · ↗hineininterpretieren · ↗hineinlesen  ●  ↗hineingeheimnissen  geh.
  • (ein) Geheimnis machen (aus) · geheimnisvolle Kräfte zuschreiben · magische Kräfte zuschreiben · ↗mystifizieren · zu einem Mysterium emporstilisieren
  • (ein) Loblied anstimmen (auf) · (jemandem) ein großes Lob aussprechen · (jemandem) großes Lob spenden · (jemandem) hohes Lob zollen · (jemandes) Lob singen · (jemandes) Loblied singen · ↗(sehr) rühmen · (sich) in Lobeshymnen ergehen · in den Himmel heben · in den höchsten Tönen loben · in den höchsten Tönen reden (von) · ↗lobpreisen · sehr loben  ●  (sich) in Lobtiraden ergehen  abwertend · (einer Sache / jemandem) Weihrauch spenden  geh., fig. · (jemandem einen) Lorbeerkranz flechten  geh., fig. · (jemandem) Lorbeerkränze flechten  geh., fig. · (jemandem) ein dickes Lob geben  ugs. · (sich) in Lobestiraden ergehen  geh., abwertend · des Lobes voll (sein)  geh. · voll des Lobes (sein)  geh. · über den grünen Klee loben  ugs.
  • (begeistert) gefeiert · bejubelt · gepriesen · hoch gerühmt · hoch geschätzt · ↗hochgelobt · in den Himmel gehoben · in den höchsten Tönen gelobt · mit Preisen überhäuft · vielfach ausgezeichnet

Typische Verbindungen
computergeneriert

gegenseitig selbst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beweihräuchern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wiederholt, was wir ohnehin schon wissen, er beweihräuchert, statt zu antworten.
Der Tagesspiegel, 22.12.2000
Es seien Ritualmorde größten Stiles, die der jüdische Arzt in aller Öffentlichkeit begehe, um sich dafür von der jüdischen Presse beweihräuchern zu lassen.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 148
Er arbeitet aufs flüchtigste zwei Minuten, schwätzt 58 Minuten, sich selber beweihräuchernd, alle arischen und nichtarischen Kollegen herabsetzend.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 130
Auch wird die Heilige Schrift bei besonderen Anlässen wie dem Weihnachtsfest beweihräuchert.
Die Zeit, 22.12.2004, Nr. 53
Ob sich die Stadtoberen eigentlich immer selbst beweihräuchern müssen, damit sie ihr Dasein rechtfertigen können?
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2001
Zitationshilfe
„beweihräuchern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/beweihräuchern>, abgerufen am 21.10.2019.

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