beurlauben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-ur-lau-ben (computergeneriert)
Wortbildung mit ›beurlauben‹ als Erstglied: ↗Beurlaubung  ·  mit ›beurlauben‹ als Letztglied: ↗zwangsbeurlauben
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdm. Urlaub, Freizeit geben
Beispiele:
jmdn. für ein paar Tage, zu einem bestimmten Zweck beurlauben
der Soldat war für zehn Tage nach der Heimat beurlaubt
jmdn. vorübergehend von seinen Pflichten entbinden
Beispiele:
jmdn. bis zur Klärung eines Vorfalles beurlauben
der Herzog wünsche, in seinem Kabinette den venezianischen Herrn zu beurlauben [C. F. Meyer1,278]
2.
veraltend sich beurlaubensich verabschieden, zurückziehen
Beispiele:
er machte Miene, sich zu beurlauben
nach Tisch beurlaubte er sich
genehmigen Sie gütig, daß ich mich von Ihnen beurlaube [LöscherAlles Getrennte232]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Urlaub · beurlauben · Beurlaubung · Urlauber
Urlaub m. ‘dienst-, arbeitsfreie Zeit, Ferien’, ahd. urloub (8. Jh.), ablautend oder mit Vokalabschwächung urlub (9. Jh.) ‘Erlaubnis’, mhd. urloup, urlop, urlob ‘Erlaubnis fortzugehen, Verabschiedung, Abschied’, asächs. orlō̌f, mnd. ōrlof(t), ōrlef, ōrleve, mnl. o(o)rlof, nl. (älter) oorlof stehen neben dem unter ↗erlauben (s. d.) behandelten Verb. Die alte Bedeutung ‘Erlaubnis’ wird bereits im Mhd. verengt auf die ‘Erlaubnis, sich zu entfernen’ (die ein Höherstehender gewährt) und in neuerer Zeit auf die ‘zeitweilige Freistellung vom Dienst’. beurlauben Vb. ‘jmdm. Urlaub geben, jmdn. vorübergehend von seinen Pflichten entbinden’ (15. Jh.), präfigierte Bildung zu in frühnhd. Zeit untergegangenem urlauben, mhd. urlouben ‘erlauben, gestatten, Erlaubnis geben, sich zu entfernen, jmdn. verabschieden, entlassen’, (reflexiv) ‘sich verabschieden’; Beurlaubung f. (Mitte 16. Jh.). Urlauber m. ‘Soldat auf Urlaub’ (19. Jh.), wahrscheinlich in Österreich aufgekommen, dann allgemein ‘wer Urlaub hat’ (1. Hälfte 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
beurlauben · jemanden (zeitweilig) des Amtes entheben · ↗suspendieren
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Assistent Basketball-Bundesligist Beamtin Bekanntwerden Bundesligist Chefarzt Chefcoach Cheftrainer Co-Trainer Coach Erfolglosigkeit Fortzahlung Fußball-Bundesligist Fußball-Drittligist Fußball-Zweitligist Gemeindevertretung Generalbevollmächtigter Handball-Bundesligist Klärung Landesgeschäftsführer Oberarzt Pfarrer Polizeipräsident Schuldienst Sportdirektor Trainer Umweltministerin Wirkung Zweitligist Übungsleiter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beurlauben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Vater ließ sich für drei Jahre beurlauben, um die Kinder versorgen zu können.
Die Welt, 12.03.2005
Jetzt hat er sich vorerst für drei Monate beurlauben lassen.
Süddeutsche Zeitung, 03.07.2004
Ich habe vor, Sie für einen ganzen Tag zu beurlauben.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 139
Das heißt, wenn ich Sie recht verstehe, daß Jodl nicht bloß beurlaubt war, sondern ausgeschieden war?
o. A.: Einhundertster Tag. Freitag, 5. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 17070
Abends hatte der Feldmarschall alle Herren seines Stabes beurlaubt, damit sie sich amüsieren sollten.
Liliencron, Adda Freifrau von: Krieg und Frieden, Erinnerungen aus dem Leben einer Offiziersfrau. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 45222
Zitationshilfe
„beurlauben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/beurlauben>, abgerufen am 19.08.2019.

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