bestechlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbe-stech-lich
Wortbildung mit ›bestechlich‹ als Erstglied: ↗Bestechlichkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

der Bestechung zugänglich
Beispiel:
ein bestechlicher Richter, Beamter, Diener
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bestechen · Bestechung · bestechlich
bestechen Vb. ‘durch Geschenke zu einer unerlaubten Handlung verleiten’. Die Präfixbildung frühnhd. bestechen (eigentlich ‘in oder um etw. stechen’; s. ↗stechen) bedeutet als Fachwort der Bergmannssprache ‘durch Stechen prüfen, untersuchen’. Vermutlich daraus entwickelt sich (15. Jh.) der noch heute gültige Sinn, obwohl der Übertragungsvorgang nicht sicher zu deuten ist. Die Vorstellung des Bestechens durch angenehmes Aussehen, überzeugende Worte u. dgl. führt (18. Jh.) zu ‘für sich einnehmen, einen gewinnenden Eindruck machen’. Bestechung f. (1. Hälfte 16. Jh.); bestechlich Adj. ‘der Bestechung zugänglich, käuflich’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bestechlich · ↗feil · ↗korrumpierbar · ↗korrumpiert · ↗korrupt · ↗verführbar  ●  ↗käuflich  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angestellte Arzt Beamter Funktionär IOC-Mitglied Politiker Polizist Richter Schiedsrichter Staatsdiener Verwaltung anfällig faul korrupt käuflich nie niemals oft unfähig weniger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestechlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor zwei Jahren veröffentlichte ihre Koalition für ein sauberes Parlament eine Liste mit 200 bestechlichen Politikern.
Die Zeit, 26.09.2006, Nr. 20
Wer ist da wohl "bestechlich", und wer leckt wem die Stiefel, um in der Sprache der freien Presse zu bleiben?
o. A.: o. T. [Polen _82 ...] In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1982]
Doch diese Kommissare erwiesen sich zum größten Teil als bestechlich und zu einem weiteren Teil als feige.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 196
Der innere Feind aber ist vor allem - ein bestechliches Beamtentum.
Klabund: Der Kreidekreis. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 15006
Die Kommission, die ihn im Schatzamt ablöste, war bestechlich und untüchtig.
Roots, Ivan: Die englische Revolution. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1808
Zitationshilfe
„bestechlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bestechlich>, abgerufen am 20.08.2019.

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