bestaunen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-stau-nen (computergeneriert)
Grundformstaunen
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. staunend betrachten
Beispiele:
ein altes Gebäude, die Pracht der Einrichtung bestaunen
die Kinder bestaunten den Weihnachtsbaum
salopp jmdn. wie ein Wundertier bestaunen
jmds. Kenntnisse bestaunen (= bewundern)

Thesaurus

Synonymgruppe
(erst einmal) nichts zu sagen wissen · (sehr) erstaunt sein · ↗(sich) wundern · ↗angaffen · aus dem Staunen nicht mehr herauskommen · bestaunen · ↗bewundern · kaum glauben wollen (was man sieht) · kaum glauben wollen (was man zu hören bekommt) · mit offenem Mund dastehen · nicht schlecht staunen (Verstärkung) · seinen Augen nicht trauen (wollen) · seinen Ohren nicht trauen (wollen) · staunen · verwundert anstarren  ●  (den) Mund nicht mehr zubekommen  ugs. · (jemanden) anstarren wie ein Wesen vom anderen Stern  ugs., variabel · (jemanden) anstarren wie einen Marsmenschen  ugs. · Bauklötze staunen (Verstärkung)  ugs. · Glotzaugen machen  ugs. · Kulleraugen machen  ugs. · doof gucken  ugs. · große Augen machen  ugs. · gucken wie ein Auto  ugs., veraltend · wer beschreibt mein Erstaunen (als)  geh., literarisch, variabel, veraltend, floskelhaft
Assoziationen
  • außer Fassung · ↗entgeistert · ↗fassungslos · geschockt · ↗ratlos · schockiert · ↗verständnislos · wie vom Schlag getroffen  ●  ↗(ganz) durcheinander  ugs., fig. · (ganz) von den Socken  ugs. · (jemandem) bleibt die Spucke weg  ugs., fig. · (jemanden) trifft der Schlag  ugs., fig. · dazu fällt jemandem nichts mehr ein  ugs. · die Welt nicht mehr verstehen  ugs. · erstaunten Auges (humor. altertümelnd)  geh. · ↗konsterniert  geh. · ↗verdattert  ugs. · wie vor den Kopf geschlagen  ugs.
  • (sich) (verwundert) die Augen reiben · ↗(sich) wundern · (ungläubig) den Kopf schütteln · erstaunt sein (über) · verdutzt sein  ●  (jemanden) mit großen Augen anschauen  ugs., variabel · (jemanden) ungläubig anschauen  ugs. · mit den Ohren schlackern  ugs. · verdattert sein  ugs. · vonne Socken sein  ugs., ruhrdt.
  • (etwas) nicht fassen können · (etwas) nicht glauben wollen · nicht bedacht haben · nicht eingestellt (gewesen) sein auf · nicht gerechnet haben (mit) · überrascht werden (von)  ●  (völlig) überrascht (sein)  Hauptform · (für jemanden / jemandem) sehr plötzlich kommen  ugs. · (jemandem) bleibt die Spucke weg  ugs., fig. · aus allen Wolken fallen  ugs., fig. · kalt erwischt werden  ugs. · mit etwas überhaupt nicht gerechnet haben  ugs. · nicht auf dem Schirm (gehabt) haben  ugs., fig.
  • erstaunt · ↗perplex · ↗platt · ↗sprachlos · verblüfft · ↗verdattert · ↗verdutzt · verwundert  ●  ↗baff  ugs. · bass erstaunt (Verstärkung)  geh., veraltend · geplättet  ugs., fig. · platt wie 'ne Flunder (Verstärkung)  ugs. · platt wie eine Briefmarke  ugs.
  • Neugieriger · Schaulustiger · Umstehender · ↗Zaungast  ●  ↗Gaffer  ugs. · ↗Maulaffe  ugs., abwertend
  • du wirst es kaum für möglich halten · du wirst es kaum glauben · man glaubt es kaum · ob du es glaubst oder nicht · so unglaublich es auch klingt  ●  du machst dir (ja) keine Vorstellung!  ugs. · tataa!  ugs. · und jetzt halt dich fest: ...  ugs.
  • schreckgeweitet (Augen)  ●  vor Schreck weit auf(gerissen)  ugs.
  • (na) der wird sich (aber) wundern! · der wird Augen machen!
Synonymgruppe
anstarren · bestaunen · starren auf  ●  ↗angaffen  ugs. · ↗anglotzen  ugs. · ↗gaffen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • wie das Kaninchen auf die Schlange starren · wie gebannt anstarren

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auslage Außerirdischer Besucher Exot Exponat Feuerwerk Kuriosität Naturwunder Neugierige Oldtimer Pracht Rarität Schaulustige Tourist Unterwasserwelt Vitrine Weltwunder Wunder Wunderkind Wunderwerk Zoo andächtig begaffen bejubeln beklatschen belachen belächeln bewundern ehrfürchtig ungläubig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestaunen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Originale hingegen wird man in einigen Jahren wohl nur noch im Museum bestaunen können.
Die Zeit, 28.10.2013, Nr. 43
Sogar einige neue Trends sind auf der Cebit zu bestaunen.
Der Tagesspiegel, 09.03.2003
Wirkliche Highlights gab es in diesem Test nicht zu bestaunen.
C't, 1999, Nr. 1
Sie hat vor acht Tagen schon alles beguckt und bestaunt.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 17.03.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Er erzählte und bestaunte, kritisierte und moralisierte, kritzelte und kleckste.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 421
Zitationshilfe
„bestaunen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bestaunen>, abgerufen am 19.10.2019.

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