bestatten

GrammatikVerb · bestattete, hat bestattet
Aussprache
Worttrennungbe-stat-ten
GrundformStatt
Wortbildung mit ›bestatten‹ als Erstglied: ↗Bestatter · ↗Bestattnis
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben jmdn. beisetzen, zur letzten Ruhe betten
Beispiele:
den Toten (in die Erde) bestatten
er wurde in der Familiengruft, in geweihter Erde, in der Heimat, in einem fremden Land bestattet
das Meer hat ihn bestattet
christlich, kirchlich, würdig, feierlich, mit militärischen Ehren bestattet werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bestatten · Bestattung
bestatten Vb. ‘begraben, beerdigen, beisetzen’, mhd. bestaten ‘an eine Stelle bringen, vermieten, ausstatten’, euphemistisch ‘ins Grab legen’, ahd. bistaten (11. Jh.) gehört wie das gleichbed. Simplex mhd. staten zu ahd. mhd. stat ‘Ort, Platz, Stelle’ (s. ↗Statt, ↗Stätte, ↗Stadt). Nominale Ableitung dazu ist Bestattung f. ‘Begräbnis, Beisetzung’, mhd. bestatunge; oft in den präzisierenden Zusammensetzungen Erdbestattung (17. Jh.) und später Feuerbestattung (2. Hälfte 19. Jh.), mildernd für Einäscherung, da nach der Verbrennung des Leichnams die Urne mit der Asche bestattet (üblicher beigesetzt) wird.

Thesaurus

Synonymgruppe
beerdigen · ↗begraben · ↗beisetzen · bestatten · das letzte Geleit geben · zu Grabe tragen · zur letzten Ruhe betten  ●  das letzte Aufgebot bestellen  fig., selten · die letzte Ehre erweisen  geh. · ↗einbuddeln  derb · unter die Erde bringen  derb · ↗verscharren  derb
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asche Beigabe Ehrengrab Familiengrab Familiengruft Familienkreis Friedhof Gebein Gefallene Gottesacker Grabbeigabe Gruft Heldenfriedhof Kirchhof Kremlmauer Leiche Leichnam Massengrab Mausoleum Mumie Sarg Sarkophag Soldatenfriedhof Südwestkirchhof Tote Urne Verstorbene einäschern exhumieren Überrest

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestatten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier ist auch sein Sohn bestattet, der im Alter von 12 Jahren überfahren worden war.
Bild, 14.06.2002
Sie schafften es nicht, alle Toten noch an diesem Abend zu bestatten.
Die Zeit, 07.12.1990, Nr. 50
Das ist wahrlich ein Raum, bei Mondlicht den Golem zu erschaffen und den Golem zu bestatten!
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 286
Seine sterblichen Überreste wurden 1949 aus Wien überführt und hier neu bestattet.
o. A. [po.]: Herzl-Berg. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1995]
Es ist unmöglich geworden, die Toten zu bestatten, niemand hat die Kraft, die gefrorene Erde aufzubrechen.
Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 943
Zitationshilfe
„bestatten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bestatten>, abgerufen am 16.10.2019.

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