berserkern

GrammatikVerb
Worttrennungber-ser-kern
HerkunftAltnordisch
GrundformBerserker
eWDG, 1967

Bedeutung

blindwütig, wie ein Berserker toben
Beispiele:
er hatte darüber geberserkert
Es war ein grandioses Schauspiel, ihn leiden, fluchen, berserkern ... zu sehen [BrodTycho Brahe129]

Thesaurus

Synonymgruppe
Randale machen · ↗herumtoben · ↗herumwüten · ↗randalieren · ↗toben · ↗wüten  ●  Amok laufen  ugs. · ↗ausrasten  ugs. · ↗austicken  ugs. · berserkern  geh., selten · ↗rumtoben  ugs. · rumwüten  ugs. · verrückt spielen  ugs.
Assoziationen
  • außer sich (vor Wut) · ↗bitterböse · ↗blindwütig · ↗fuchsteufelswild · in blinder Wut · in maßloser Wut · ↗rasend · ↗tobsüchtig · vor Wut schäumen(d) · wie eine Furie · ↗wutentbrannt · ↗wutschnaubend  ●  auf 180  ugs. · auf hundertachtzig  ugs. · kurz vorm Explodieren (sein)  ugs. · mordssauer  ugs. · ↗stinksauer  ugs. · ↗stinkwütend  ugs. · ↗stocksauer  ugs.
  • herumspringen wie Rumpelstilzchen  ●  herumspringen wie ein HB-Männchen  veraltend, fig. · im Dreieck springen  Hauptform, fig. · im Sechseck springen  fig.
  • (das ist) zum Auswachsen!  ugs. · (das ist) zum Verrücktwerden!  ugs. · (das ist) zum Verzweifeln!  ugs. · das hältst du (doch) im Kopf nicht aus!  ugs. · das ist (ja) nicht auszuhalten!  ugs. · das ist (ja) nicht zum Aushalten!  ugs. · gleich platzt mir die Hutschnur!  ugs., veraltend · ich dreh (hier noch) durch!  ugs. · ich dreh am Rad!  ugs., fig. · ich krieg die Krise!  ugs. · ich krieg zu viel!  ugs. · ich spring gleich aus dem Fenster!  ugs. · mir platzt gleich der Arsch!  derb · mir platzt gleich der Kragen!  ugs., veraltend
  • (seiner) Verärgerung Ausdruck geben  ●  (seinem) Unmut Luft machen  variabel · Dampf ablassen  fig. · ↗(sich) auskotzen  derb, fig.
  • Flegelei · ↗Flegelhaftigkeit · ↗Grobheit · Krawallmacherei · ↗Pöbelei · ↗Rowdytum · ↗Rüpelei · ↗Rüpelhaftigkeit · provokantes Auftreten
  • Wutanfall · ↗Wutausbruch  ●  ↗Ausraster  ugs. · aggressive Aufwallung  geh.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle Appelle, er möge zum Wohl des darbenden Landes sein privates Übel ruhen lassen, berserkert Ödipus nieder.
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2003
Der Mann schnauft und berserkert in seinen alltäglichen Kleinkriegen noch viel schlimmer, als er es jemals als Volksvertreter im Fernsehen tun darf.
Süddeutsche Zeitung, 07.01.1998
Die Drei berserkern weder in Sturm und Drang, noch präsentieren sie ein ausgeklügeltes Programm.
Die Zeit, 18.02.2013, Nr. 07
So gedämpft hat Schleef noch nie berserkert - mit Raimundscher Schwermut und Schubertscher Verhangenheit, mit Materialien aus Hofmannsthals "Elektra" und Kleists "Penthesilea".
Die Zeit, 29.01.1998, Nr. 6
Zitationshilfe
„berserkern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/berserkern>, abgerufen am 21.08.2019.

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