bemoosen

GrammatikVerb
Worttrennungbe-moo-sen
Wortbildung mit ›bemoosen‹ als Grundform: ↗bemoost
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

sich mit Moos bedecken; von Moos bewachsen werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Moos1 · moosig · bemoosen · bemoost
Moos1 n. Name für kleine, dichte grüne Kissen bildende Sporenpflanzen, ahd. (8. Jh.), mhd. mos ‘Moos, Sumpf, Moor’, mnd. mos, mōs, aengl. mos, engl. moss ‘Moos, Moor’, mnl. nl. mos ‘Moos, Morast’, anord. mosi ‘Moos, Moor’, schwed. mossa (germ. *mosa(n)-), daneben (ablautend) ahd. mios m. n. (9. Jh.), mhd. mies, nhd. (bair. schwäb.) Mies (s. ↗Miesmuschel), aengl. méos und (mit grammatischem Wechsel) anord. mȳrr ‘Sumpf’, schwed. myr führen mit lit. mū̃sas ‘Schimmel auf saurer Milch’, aruss. mъchъ, russ. moch (мох) ‘Moos’ und (zusätzliches Gutturalsuffix aufweisendem) lat. muscus ‘Moos’, mnl. mosch ‘Sumpf, Moos’ auf eine s-Erweiterung der Wurzel ie. *meu-, *mū̌ ‘feucht, modrig’. Dazu gehören auch Dentalbildungen wie ↗Moder und ↗Schmutz (s. d.). Moos ist der feuchte, sumpfige Grund und die darauf wachsende Pflanze. moosig Adj. ‘mit Moos bewachsen’, ahd. mosīg (Hs. 12. Jh.), mhd. mosec, mosic, auch ‘sumpfig, versumpft, morastig’. bemoosen Vb. ‘Moos ansetzen’ (Ende 17. Jh.); bemoost Part.adj. ‘mit Moos bewachsen’ (17. Jh.), zumeist übertragen ‘alt, betagt’ (19. Jh.), zumal in der Studentensprache bemooster Bursche, bemoostes Haupt ‘Student in hohem Semester’.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hatten indessen die Böschung umgangen und oben auf einer der Bänke Platz genommen, die es hier noch gab, wenn auch bemoost und schon wackelig.
Doderer, Heimito von: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre, Gütersloh: Bertelsmann 1996 [1951], S. 896
Stark bemoost war das "Monster" nach den Jahren im Kiesweiher.
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2002
Sogar in einem finsteren Wald kann man sich zurechtfinden, weil die Bäume auf der Westseite stärker bemoost sind.
Die Welt, 02.06.2004
Manche Flächen scheinen bemoost zu sein, zentimeterbreite Scheinrisse sind keine Seltenheit.
Die Zeit, 28.01.2013, Nr. 04
Willi ist verwahrlost, verlebt, befleckt, bemoost, aber von aasiger Eleganz.
Die Zeit, 31.03.2003 (online)
Zitationshilfe
„bemoosen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bemoosen>, abgerufen am 19.10.2019.

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