bemängeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-män-geln (computergeneriert)
GrundformMangel1
Wortbildung mit ›bemängeln‹ als Erstglied: ↗Bemängelung
eWDG, 1967

Bedeutung

Mängel an etw. feststellen, etw. tadeln
Beispiele:
etw. mit Recht, zu Unrecht bemängeln
die Höhe der Ausgaben, eine Verordnung bemängeln
der Gesetzentwurf wurde bemängelt
jmds. Gang, Haltung bemängeln
sie bemängelte seine Manieren, seinen Anzug
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mangeln2 · Mangel2 · mangelhaft · bemängeln
mangeln2 Vb. ‘nicht ausreichend vorhanden sein, fehlen’, ahd. mangalōn (9. Jh.), mhd. mnd. mangelen, mangeln ‘Mangel haben, leiden, entbehren müssen’ ist wie mhd. mangen entlehnt aus spätlat. mancāre ‘verstümmeln, zum Krüppel machen, mangeln, fehlen’, das über Italien (vgl. ital. mancare ‘mangeln, fehlen’) nach dem Norden vermittelt wird; vgl. Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 312 ff. Zugrunde liegt lat. mancus ‘gebrechlich, unvollständig, mangelhaft’, eigentlich ‘verstümmelt, verkrüppelt’, woraus (über Gallien) entlehntes mnl. manc, nl. mank ‘hinkend, lahm’. Mangel2 m. ‘Entbehrung, Knappheit, Fehler, Unzulänglichkeit’, Rückbildung aus dem Verb, mhd. mangel ‘Mangel, Gebrechen’; vgl. ahd. mangalunga ‘Mangel, Verlust’ (11. Jh.). mangelhaft Adj. ‘ungenügend, notdürftig, unvollständig, fehlerhaft’ (15. Jh.). bemängeln Vb. ‘beanstanden, auszusetzen haben’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bemängeln · kritisch betrachten · ↗kritisieren · ↗tadeln  ●  (etwas/jemanden) aufs Korn nehmen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗auseinandernehmen  ugs. · ↗bekritteln  ugs. · ↗bemäkeln  ugs. · ↗schelten  geh., veraltet
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
beanstanden · bemängeln · ↗monieren · ↗reklamieren · ↗rügen  ●  ↗bemäkeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Analyst Bundesrechnungshof Chancenauswertung Chancenverwertung Datenschützer Experte Fahrgastverband Fehlen Gutachter Informationspolitik Kritiker Landesrechnungshof Marktbreite Menschenrechtsorganisation Prüfer Rechnungshof Rechnungsprüfer Tester Transparenz Ungleichbehandlung Verbraucherschützer Verbraucherverband Verfahrensfehler Wissenschaftsrat außerdem ferner hinaus insbesondere zudem überdies

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bemängeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nachdem er den Text endlich gelesen hatte, hatte er den Plot bemängelt.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 91
Die Analysten haben aber noch mehr zu bemängeln als nur schwaches Wachstum.
Die Welt, 18.08.2003
Übereinstimmend bemängelt wurde allerdings, dass die großen Häuser sich nicht beteiligt hatten.
Der Tagesspiegel, 23.08.1999
Bemängelt wird insbesondere das Fehlen eines Arbeiters in der Regierung.
o. A.: 1932. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 8903
Nicht einmal der Herzog von Bourbon hatte etwas zu bemängeln.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 201
Zitationshilfe
„bemängeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bemängeln>, abgerufen am 24.04.2019.

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