beglaubigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-glau-bi-gen (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. amtlich als wahr, echt bescheinigen
Beispiele:
ein Testament gerichtlich beglaubigen lassen
etw. urkundlich, amtlich beglaubigen
die Echtheit eines Kunstwerkes, ein Zeugnis beglaubigen
etw. durch seine Unterschrift beglaubigen
eine beglaubigte Abschrift, Urkunde, Überlieferung
diese Anekdote ist nicht genügend beglaubigt
2.
Diplomatie jmdn. bestätigen, akkreditieren
Beispiel:
ein bei einem Staat, einer Regierung beglaubigter Gesandter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

beglaubigen Vb. ‘bestätigen, für wahr, für echt erklären’. zu ↗Glaube (s. d.) gebildetes Präfixverb, das im 16. Jh. neben älteres beglauben (14. Jh.) tritt und dieses (endgültig erst im 19. Jh.) verdrängt.

Thesaurus

Synonymgruppe
beglaubigen · ↗beurkunden · für echt befinden
Synonymgruppe
akkreditieren · ↗authentisieren · beglaubigen · ↗bestätigen · ↗beurkunden · ↗bevollmächtigen · ↗quittieren · ↗verbriefen · ↗verbürgen  ●  ↗bewahrheiten  veraltet · ↗vidieren  österr. · ↗testieren  geh., lat. · ↗vidimieren  geh. · ↗zertifizieren  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
beglaubigen · ↗begründen · ↗besagen · ↗beweisen · ↗erhärten · ↗erweisen
Synonymgruppe
(Echtheit) bestätigen · beglaubigen · ↗bezeugen · ↗verifizieren  ●  ↗authentifizieren  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschrift Authentizität Biographie Botschafter Dokument Echtheit Existenz Gesandter Intensität Kaufvertrag Kopie Notar Protokoll Präsenz Richtigkeit Siegel Standesamt Stempel Testament Unterschrift Urkunde Vorstandschef Wahrheit Wunder Zeug Zeugnis amtlich beurkunden notariell übersetzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beglaubigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ich habe auch nicht Attas Testament beglaubigt ", sagte er.
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2001
Nun hätte Graz, ruhig auch zähneknirschend, das bevorstehende Ereignis mit den üblichen Ritualen beglaubigen sollen.
Die Zeit, 30.05.1997, Nr. 23
Wir werden es prüfen und dann die Übersetzung beglaubigen lassen.
o. A.: Einhundertsechsunddreißigster Tag. Mittwoch, 22. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 15199
Mit seiner Originalität beglaubigte sich jetzt der Dichter als Schöpfer.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 207
Ich habe gestern selbst diese Dokumente geprüft, und hier ist es ebenfalls beglaubigt.
o. A.: Einhundertdreiundneunzigster Tag. Freitag, 2. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26749
Zitationshilfe
„beglaubigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/beglaubigen>, abgerufen am 14.10.2019.

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