befindlich

GrammatikAdjektiv (in Verbindung mit adverbiellen Bestimmungen)
Aussprache
Worttrennungbe-find-lich (computergeneriert)
Wortzerlegungbefinden-lich
Wortbildung mit ›befindlich‹ als Erstglied: ↗Befindlichkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

papierdeutsch vorhanden
Beispiele:
der hinter dem Haus befindliche Garten
die in einer Kassette befindliche Geldscheine
der am Kessel befindliche Hahn muss geöffnet werden
seiend
Beispiele:
das in Umlauf befindliche Geld
in Verwahrung befindliche Kunstschätze
die im Bau befindlichen Häuser
die in Vorbereitung befindliche Aufführung des Dramas
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

befinden · Befund · befindlich
befinden Vb. ‘beurteilen, erkennen’, reflexiv ‘vorhanden sein, dasein’. Das Präfixverb zu ↗finden (s. d.) wird wie das Simplex schon früh für den Vorgang der geistigen Wahrnehmung gebraucht, so bereits ahd. bifindan (8. Jh.), mhd. bevinden ‘finden, erfahren, kennenlernen’, seit frühnhd. Zeit auch ‘bemerken, feststellen’. Reflexives sich befinden ‘sich in einem Zustand erkennen’ entwickelt um 1600 den lokalen Sinn ‘sich an einem Ort bemerken, anwesend sein’. Befund m. ‘Wahrnehmung, Feststellung’ (17. Jh.); befindlich Adj. ‘anwesend, vorhanden’ (17. Jh.); die ältere Bedeutung ‘empfindend, spürbar, wahrnehmbar’, die schon dem mhd. bevindelich zukommt, verliert sich im 18. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
angesiedelt · befindlich · ↗gelegen
Assoziationen
Zitationshilfe
„befindlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/befindlich>, abgerufen am 26.05.2019.

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