bauschig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbau-schig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bauschig‹ als Letztglied: ↗dickbauschig · ↗weitbauschig
eWDG, 1967

Bedeutung

füllig, gewölbt
Beispiele:
bauschige Ärmel, Falten, Pluderhosen, Gewänder
ein bauschiges Kissen, Federbett
eine bauschige Mullgardine
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bausch · bauschen · bauschig
Bausch m. ‘lockere, knäuelartige Verdickung, Wulst’. Ahd. būsc (für lat. caestus) ‘Schlagriemen mit eingenähten Metallteilen, den sich die Faustkämpfer wulstförmig um Hände und Arme wickeln’ (um 1000), mhd. būsch auch ‘Schlag, der Beulen verursacht’ und ‘Sattelwulst’ läßt sich mit Gutturalsuffix zur s-Erweiterung der Wurzel ie. *b(e)u-, *bh(e)u-, *b(h)ū- ‘aufblasen, schwellen’ (s. ↗Beule, ↗Busen, ↗böse) stellen. Die Redensart in Bausch und Bogen ‘im ganzen genommen, völlig, ohne Unterschied’ (16. Jh.) geht wohl auf die Abmessung des Grenzverlaufs beim Kauf von Grundstücken zurück (¹DWB 1, 1198), wobei Bausch die auswärts-, Bogen die einwärtsgehende Grenzfläche bedeutet, d. h., das an der einen Stelle fehlende Stück wird durch das an der anderen Stelle übergreifende ausgeglichen. bauschen Vb. ‘schwellen, auftragen, sich blähen’, mhd. biuschen, būschen ‘schlagen, klopfen’; aufbauschen Vb. ‘aufblähen, übertreiben’ (18. Jh.). bauschig Adj. ‘wulstig, auftragend’ (Ende 18. Jh.), älter bauschecht (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
angeschwollen · bauschig · ↗dick · gebauscht · ↗geschwollen · ↗wulstig
Synonymgruppe
Fülle haben · Volumen haben (z.B. Haar) · bauschig  ●  aufgeplustert (Frisur)  negativ

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gewand Hose Kleid Rock Wolke Ärmel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bauschig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo Luft irgend etwas aufbläst und in Form hält, geht es eben ganz automatisch bauschig, rundlich und scheinbar harmlos zu.
Süddeutsche Zeitung, 17.11.2000
Die nimmt sie nun in eine Hand und bewegt das bauschige Ende vor dem Katzengesicht.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 280
Das bauschige Kleid aber verlieh ihr eine zarte schwebende Fülle und verbarg den gelähmten Arm.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 425
Ein bauschiger Rock weist zum einen auf das Geschlecht seiner Trägerin hin und verhüllt es gleichzeitig aufwendig.
Die Zeit, 16.09.2012, Nr. 37
Die Richter in den langen, bauschigen Talaren gingen leise hin und her.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 271
Zitationshilfe
„bauschig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/bauschig>, abgerufen am 27.05.2019.

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