ausruhen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-ru-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-ruhen
eWDG, 1967

Bedeutungen

(sich) ausruhensich durch Ruhe erholen
Beispiele:
er legte sich hin, um (sich) auszuruhen
er will (sich) ein wenig, einen Augenblick, mehrere Wochen ausruhen
(sich) von der Arbeit, den überstandenen Strapazen, vom Sport (kurz, gut) ausruhen
umgangssprachlich (sich) von der Arbeit, den überstandenen Strapazen, vom Sport tüchtig ausruhen
(sich) zu Hause, im Schatten, bei einem Glas Bier, während der Pause ausruhen
umgangssprachlich, scherzhaft (sich) auf seinen Lorbeeren ausruhen (= nach einem Lob in seinen Anstrengungen nachlassen)
die Hände ruhten auf der Decke aus [CarossaGion208]
verhüllend die Stätte ... wo mein teurer Mann von seinem kurzen Erdenleben ausruht (= wo mein Mann begraben liegt) [HeyseI 5,258]
oft im Part. Prät.
Beispiele:
gut, nicht richtig ausgeruht sein
eine ausgeruhte Hand
ein ausgeruhter Kopf
ausgeruhte Nerven haben
eine ausgeruhte Armee
etw. ausruhenetw. zur Ruhe kommen lassen
Beispiele:
die Arme, Beine ausruhen
durch den Aufenthalt an der See habe ich meine Nerven ausgeruht
salopp seine müden Knochen ausruhen

Thesaurus

Synonymgruppe
ausruhen · ↗bleiben · ruhen
Synonymgruppe
(einmal) durchatmen · Pause einlegen · Pause haben · Pause machen · Rast machen · ↗abspannen · ausruhen · ↗ausspannen · ↗entspannen · ↗erholen · in Pause sein · ↗pausieren · ↗rasten · ↗relaxen · ↗verschnaufen  ●  ↗(sich) ausrasten  österr.
Unterbegriffe
  • (mal) Abstand gewinnen · Urlaub vom Alltag machen · den Alltag hinter sich lassen · die Seele baumeln lassen  ●  ↗(seinen) Akku (wieder) aufladen  fig. · mal rauskommen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(es sich) bequem machen · (sich) einen (faulen) Lenz machen · ↗(sich) entspannen · ↗(sich) erholen · ausruhen · ↗faulenzen · ↗herumlungern · nichts tun · untätig sein  ●  (die) Füße hochlegen  fig. · (ein) Lotterleben (führen)  scherzhaft · (sich) auf die faule Haut legen  ugs. · (sich) festhalten an  ugs., scherzhaft-ironisch · Däumchen drehen  ugs., fig. · abchillen  ugs., jugendsprachlich · abflacken  ugs. · ↗abhängen  ugs. · ablockern  ugs. · ↗abschalten  ugs. · abschimmeln  derb · absicken (jugendsprachlich)  ugs. · ↗chillen  ugs. · flohnen  ugs., schweiz. · ↗gammeln  ugs. · ↗herumgammeln  ugs. · ↗herumhängen  ugs. · ↗lungern  ugs. · nichts zu tun haben  ugs. · ↗rumfaulenzen  ugs. · ↗rumgammeln  ugs. · rumlungern  ugs.
Assoziationen
  • nichts überstürzen  ●  Eile mit Weile.  Sprichwort · Aus der Ruhe kommt die Kraft.  ugs., Sprichwort · In der Ruhe liegt die Kraft.  ugs., Sprichwort · Nur ned hudle.  ugs., schwäbisch
  • (sich) keinen Zwang antun · (sich) wie zu Hause fühlen · es sich gemütlich machen
  • bequem · entspannt · ↗formlos · ↗gelöst · ↗launig · ↗leger · ↗locker · ↗lässig · ↗unbeschwert · ↗unförmlich · ↗ungezwungen · ↗unverkrampft · ↗zwanglos  ●  chillig  ugs. · ↗geschmeidig  ugs. · ↗relaxed  ugs., engl. · relaxt  ugs. · ↗tiefenentspannt  ugs., ironisch
  • (sich) Zeit nehmen · keine Eile haben (mit)  ●  (sich) Zeit lassen  Hauptform · (sich) nicht überschlagen  ugs. · eine ruhige Kugel schieben  ugs., Redensart · es ruhig angehen lassen  ugs., Hauptform
  • (etwas) geschehen lassen · den Dingen ihren Lauf lassen · nicht aktiv werden (in einer Sache) · nichts machen · nichts tun · nichts unternehmen  ●  (die) Dinge treiben lassen  negativ · (die) Hände in den Schoß legen  fig. · keinen Finger rühren  fig. · tatenlos zusehen  negativ · untätig bleiben  Hauptform
  • (sich) hängenlassen · (sich) zu nichts aufraffen (können) · darauf warten dass ein Wunder geschieht · darauf warten, dass die Zeit vergeht · nichts tun  ●  (irgendwie) die Zeit rumkriegen  ugs.
  • (sich irgendwo) herumdrücken · ↗(sich) herumtreiben · ↗herumlungern · ↗herumstehen  ●  ↗(sich) rumtreiben  ugs. · ↗abhängen  ugs. · ↗herumgammeln  ugs. · ↗rumstehen  ugs.
  • (sich) entspannen · ↗lungern · nichts zu tun haben · untätig sein  ●  ↗abhängen  ugs. · absicken  ugs. · ↗chillen (jugendsprachlich)  ugs. · ↗herumgammeln  ugs. · ↗herumhängen  ugs. · ↗herumlungern  ugs. · keinen Finger krumm machen  ugs. · ↗rumhängen  ugs.
  • (sich) eine Auszeit nehmen · (sich) eine schöne Zeit machen · (sich) einen lauen Lenz machen  ●  (sich) einen Bunten machen  ugs.
  • faul sein · ↗faulenzen · nichts tun  ●  (die) Arbeit nicht erfunden haben  ugs., Redensart · (einfach) dasitzen und Kaffee trinken  ugs., fig. · (sich) an den Füßen spielen  ugs., fig., Redensart · (sich) die Eier schaukeln  derb, fig., Redensart · Däumchen drehen  ugs., Redensart · abhartzen  ugs., salopp · abharzen  ugs., salopp · auf der faulen Haut liegen  ugs., Redensart · keinen Finger krumm machen  ugs., fig., Redensart · keinen Finger rühren  ugs., Redensart, fig. · keinen Handschlag tun  ugs., variabel, Redensart · keinen Schlag tun  ugs.
  • (sich) die Zeit vertreiben · Zeit verschwenden · ↗vertrödeln (Zeit) · ↗vertun (seine Zeit) · ↗vertändeln (Zeit)  ●  Zeit totschlagen  ugs.
  • Maulaffen feilhalten · dastehen und nichts tun · den anderen beim Arbeiten zusehen · untätig dabeistehen (und glotzen) · untätig danebenstehen (und zugucken) · untätig zusehen  ●  (dasitzen und) Löcher in die Luft starren  fig. · ↗(untätig) herumstehen  Hauptform · dastehen und Löcher in die Luft starren  fig. · (sich) die Beine in den Bauch stehen  ugs., fig. · ↗dabeistehen (und Däumchen drehen)  ugs.
  • (gemeinsam) (die) Freizeit verbringen · ↗(sich) treffen  ●  ↗(irgendwo) abhängen  ugs., Hauptform
Synonymgruppe
(den) Weg des geringsten Widerstandes gehen · (es sich) bequem machen · (sich) ausruhen · (sich) nicht anstrengen  ●  dünne Bretter bohren  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Erfolg Erreichte Hängematte Kissen Liege Liegestühl Lorbeer Lorbeere Meritum Parkbank Polster Sofa Strapaze Weile Windschatten ausruhen ausschlafen daheim duschen entspannen erfrischen erschöpft erstmal keinesfalls keineswegs mal mittags ruhen tagsüber zwischendurch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausruhen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber auf dieser Defensive wird er sich nicht lange ausruhen können.
Die Welt, 21.07.2003
Wer die ganze Nacht geschlafen hat, hat das Recht, sich am Tage auszuruhen.
Tange, Ernst Günter: Zitatenschatz für Lebenskünstler, Frankfurt a. M.: Eichborn 2000, S. 57
Weihnachten feiert sie zwar nicht, aber sie ruht sich doch aus.
Der Tagesspiegel, 23.12.1999
Ich habe mich mal ausgeruht gestern nachmittag, abends bin ich noch in den Garten.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 15.07.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Sehr ausgeruht fühlte er sich eben nicht, aber frisch mit dem jungen Tage.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 43
Zitationshilfe
„ausruhen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausruhen>, abgerufen am 14.10.2019.

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