ausquetschen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-quet-schen (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-quetschen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Flüssigkeit aus etw. herausquetschen, etw. ausdrücken
Beispiel:
den Saft aus der Zitrone, Apfelsine ausquetschen
durch Quetschen den Saft aus etw. herausziehen
Beispiel:
Früchte, Beeren ausquetschen
2.
salopp jmdn. ausfragen
Beispiele:
der Angeklagte wurde stundenlang ausgequetscht
man hat ihn ausgequetscht wie eine Zitrone
3.
landschaftlich, Schülersprache
Beispiel:
jmd. kann sich nicht gut ausquetschen (= kann sich mündlich nicht gut ausdrücken)

Thesaurus

Synonymgruppe
ausdrücken · ↗auspressen · ausquetschen · ↗auswringen · exprimieren
Synonymgruppe
(jemanden) ausfragen · intensiv befragen  ●  (jemandem) Löcher in den Bauch fragen  ugs. · (jemanden) ausquetschen  ugs. · ↗(jemanden) löchern  ugs. · ausquetschen wie eine Zitrone  ugs. · ein Loch in den Bauch fragen  ugs.
Assoziationen
  • (immer) weitere Fragen stellen · (immer/noch) mehr wissen wollen · ↗ausfragen · ↗aushorchen · hartnäckig nachfragen · ↗nachhaken · nicht aufhören Fragen zu stellen · nicht aufhören zu fragen · zusätzliche Fragen stellen  ●  ↗urgieren  österr. · ↗(immer weiter) bohren  ugs. · ↗insistieren  geh. · keine Ruhe geben  ugs. · ↗löchern  ugs. · ↗nachbohren  ugs. · nicht locker lassen  ugs.
  • (mündlich) prüfen · (mündliche) Prüfungsfragen stellen · ↗examinieren  ●  (jemandem) (gründlich) auf den Zahn fühlen  ugs., fig. · (jemanden) (gründlich) durch die Mangel drehen  ugs., fig. · ↗(jemanden) auseinandernehmen  ugs. · (jemanden) in der Mache haben  ugs. · (jemanden) in die Mache nehmen  ugs.
  • befragen · ein Interview machen · ↗interviewen
  • (jemandem) Umstände machen · Unbequemlichkeiten bereiten · ↗ablenken · ↗behelligen · ↗belästigen · in Anspruch nehmen · ↗irritieren · ↗unterbrechen  ●  ↗(jemanden) stören  Hauptform · ↗inkommodieren  geh., lat. · ↗molestieren  geh., veraltend, lat. · ↗nerven  ugs.
  • (jemanden) bedrängen (mit) · (jemanden) bombardieren mit · auf jemanden einstürmen (mit)  ●  (jemanden) bestürmen (mit)  fig., Hauptform
  • einreden (auf)  ●  (jemandem) die Hucke volllabern  ugs., salopp · (jemandem) die Ohren vollblasen  ugs. · (jemandem) die Ohren volllabern  ugs. · (jemandem) die Ohren vollquatschen  ugs. · (jemandem) die Ohren vollsülzen  ugs. · (jemandem) ein Ohr abkauen  ugs., fig. · (jemandem) ein Ohr abknabbern  ugs., fig. · (jemandem) einen Knopf an die Backe labern  ugs., fig. · (jemandem) in den Ohren liegen (mit)  ugs. · (jemanden) totquatschen  ugs., fig. · (jemanden) volllabern  ugs. · (jemanden) vollquatschen  ugs. · (jemanden) vollsülzen  ugs., abwertend · (jemanden) zuquasseln  ugs. · ↗(jemanden) zuschwallen  ugs. · (jemanden) zutexten  ugs. · (wie) wild einreden auf (Verstärkung)  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Etat Zitrone Zulieferer quetschen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausquetschen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn Papa das nächste Mal nach Hause kommt, quetsche ich ihn aus.
Bild, 24.09.2001
Ich war Ihre poetische Orange gewesen, Sie hatten sie ausgequetscht, wollten nur noch die Schale trocknen.
Die Zeit, 16.08.1991, Nr. 34
Quetscht den Dirigenten auf offener Bühne über das dargebotene Werk aus.
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2004
Aber nach so vielen Jahren als Spieler ist man ausgequetscht wie eine Zitrone.
Die Welt, 15.09.2003
Die schriftliche eidesstattliche Versicherung, die man nach langen Mühen der Witwe Ratzenberger ausgequetscht habe, sei so gut wie wertlos.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 400
Zitationshilfe
„ausquetschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausquetschen>, abgerufen am 24.08.2019.

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