ausmalen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-ma-len
Wortzerlegungaus-malen
Wortbildung mit ›ausmalen‹ als Erstglied: ↗Ausmalbuch · ↗Ausmalheft · ↗Ausmalung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
einen Innenraum durch Malerei künstlerisch ausgestalten
Beispiele:
ein Zimmer, einen Saal, eine Kirche ausmalen
Er wandte sich den Mauerwänden des Saales zu, die ringsum ... mit Fresken ausgemalt waren [KasackStadt260]
landschaftlich, (besonders) süddeutsch, (besonders) österreichisch einen Innenraum streichen
Beispiel:
die Küche, die Wohnung ausmalen
die Umrisse einer Zeichnung mit Farbe ausfüllen
Beispiel:
ein Kinderbuch mit Bildern zum Ausmalen
2.
etw. ausführlich, anschaulich schildern
Beispiele:
ein Fest, die Zukunft (in den hellsten, schönsten Farben), die Gefahr einer Niederlage, die Schrecken des Krieges (in düsteren, in den grellsten Farben) ausmalen
(jmdm.) die Folgen einer Handlung ausmalen
es machte ihm Spaß, die Erlebnisse seiner Reise noch weiter auszumalen
sich [Dativ] etw. ausmalensich etw. anschaulich vorstellen
Beispiele:
sich (in Gedanken, in seiner Phantasie) ein abenteuerliches Seemannsleben ausmalen
sich ausmalen, was geschehen wäre, wenn ...
das hatte ich mir so schön ausgemalt!
wenn sie sich ausmalen, wie ein anderes Deutschland aussehen wird [SeghersSiebtes Kreuz4,286]

Thesaurus

Synonymgruppe
ausdrücken · ↗ausführen · ausmalen · ↗ausrollen · ↗beleuchten · ↗beschreiben · ↗darlegen · ↗darstellen · ↗elaborieren · ↗erklären · ↗erläutern · ↗erzählen · ↗erörtern · ↗offenlegen · ↗referieren · ↗resümieren · ↗schildern · ↗umschreiben · verlauten lassen · ↗wiedergeben  ●  verzälle  ugs., kölsch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Albtraum Buntstift Farbe Folgen Fresko Horrorszenarie Horrorszenario Kapelle Kuppel Phantasie Pinsel Schrecken Schreckensbild Schreckensszenario Schreckensszenarium Szenario Szenarium Traum Vision farbig genüßlich lebhaft leicht liebevoll lustvoll malen man schaudernd ungefähr unschwer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausmalen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und was dort einmal Essen gehen kosten wird, kann man sich ja jetzt schon ausmalen.
Bild, 23.04.2004
Dieser Film malt nichts bloß aus, er gleitet an keiner Stelle ab ins Ornamentale.
Der Tagesspiegel, 28.10.1998
Wer kann sich ausmalen, was du unterwegs anstellen würdest, nein, daraus wird nichts.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 39
Wie hatte er sich damals die Stunde des Triumphes ausgemalt!
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 631
Je mehr das Ideal vor der harten Wirklichkeit entschwindet, mit um so glänzenderen Farben malt er es aus.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. IV,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 11354
Zitationshilfe
„ausmalen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausmalen>, abgerufen am 20.06.2019.

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