ausheulen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-heu-len
Wortzerlegungaus-heulen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
zu Ende heulen
Beispiel:
die Sirene hat ausgeheult
2.
umgangssprachlich, abwertend sich ausheulensich ausweinen
Beispiel:
Lassen wir sie eine Zeitlang sich ausheulen [BrochDie Schuldlosen303]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) ausweinen (bei jemandem)  auch figurativ · (sich) ausheulen (bei jemandem)  ugs., auch figurativ
Assoziationen
  • (jemandem etwas) vorweinen  ●  ↗(jemandem etwas) vorjammern  abwertend · ↗(jemandem etwas) vorheulen  ugs.
  • Traurigkeit heucheln  ●  (den) Traurigen mimen  ugs. · (sich) ein paar Tränchen verdrücken  ugs. · Krokodilstränen vergießen  ugs., Hauptform · Krokodilstränen weinen  ugs. · auf traurig machen  ugs.
  • (jemandem) sein Herz ausschütten · (jemandem) sein Leid klagen · (jemanden) behelligen mit  ●  (seine Sorgen) abladen bei  fig., variabel · (sich) ausweinen bei  auch figurativ · (jemandem) die Ohren volljammern  ugs. · (seinen Frust) rauslassen bei  ugs., variabel · ↗(sich) auskotzen  derb, fig.
  • (jemandem) sein Herz ausschütten · (jemanden) brauchen, dem man etwas erzählen kann  ●  (sich) etwas von der Seele reden  Hauptform · (etwas) loswerden (wollen)  ugs., fig.
  • Tränen vergießen · ↗jammern · ↗schluchzen · ↗schreien (Baby) · ↗weinen (vor) · ↗wimmern  ●  ↗weinen (über)  Hauptform · (sich) ein Tränchen verdrücken  ugs. · ↗barmen  geh., poetisch · ↗bläken  ugs., abwertend, regional · das heulende Elend haben  ugs. · ↗flennen  ugs., regional · ↗greinen  ugs. · heulen  ugs. · leise weinend (in der Ecke)  ugs., floskelhaft · ↗plieren  ugs. · ↗plinsen  ugs., norddeutsch · ↗plärren  ugs., abwertend, regional
  • (sich) in den Schlaf weinen · (sich) müde weinen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Freundin Schulter heulen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausheulen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und sie heulen sich, wenn sie depressiv sind, schier endlos aus bei ihrem Partner.
Die Zeit, 19.09.2011, Nr. 38
Ich habe ihr gesagt, wenn sie mit DEM wieder anfängt, kann sie sich künftig woanders ausheulen.
Bild, 20.11.2000
Ich gehe öfters ins Kino und heul mir die Augen aus.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 14.02.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Alissa reiste mir schließlich nach, rannte ins Zimmer, heulte sich aus, ließ sich aber nicht mehr heimschicken.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 85
Am Eichbusch bei der Dicken Linde werfe ich mich zwischen die blühenden Wild-Stiefmütterchen und heule mich aus.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 302
Zitationshilfe
„ausheulen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausheulen>, abgerufen am 25.05.2019.

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