ausessen

GrammatikVerb · isst aus, aß aus, hat ausgegessen
Aussprache
Worttrennungaus-es-sen
Wortzerlegungaus-essen
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
Beispiele:
eine Schüssel ausessen (= leeren, den Inhalt aufessen)
Vor den halb ausgegeßnen Eßnäpfen grauste mich [RennKrieg84]
2.
übertragen die Suppe ausessen, die man sich (selbst) eingebrockt hatdie Folgen von etw. tragen, etw. ausbaden
Beispiel:
er musste die Suppe ausessen, die man ihm eingebrockt hatte

Typische Verbindungen
computergeneriert

essen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausessen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wenn du den Teller stehen läßt, esse ich ihn heimlich aus.
Schneider, Robert: Schlafes Bruder, Leipzig: Reclam 1992, S. 116
Sie scheinen eingesehen zu haben, daß sie die Suppe, die sie sich einbrockten, nun auch ausessen müssen.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 10.03.1925
Dann isst man nichts mehr und drückt seine Liebe mit Schmerz aus.
Der Tagesspiegel, 05.06.2005
Unter dieser Eigenschaft litt ich anfangs schwer, denn ich bekam in der Regel die Suppe auszuessen, die er eingebrockt hatte.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 3466
Hier gerieten wir in die Herbstmanöver bayerischer Truppen, welche die Gegend gänzlich ausgegessen hatten.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12138
Zitationshilfe
„ausessen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausessen>, abgerufen am 18.10.2019.

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