ausdeuten

GrammatikVerb · deutete aus, hat ausgedeutet
Aussprache
Worttrennungaus-deu-ten (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-deuten
Wortbildung mit ›ausdeuten‹ als Erstglied: ↗Ausdeutung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. deutend erklären, auslegen
Beispiele:
ein Märchen, eine allegorische Darstellung, jmds. Gedanken ausdeuten
jmds. Worte, Äußerungen in anderem Sinne ausdeuten
ein Ereignis als ein gutes Zeichen, böses Omen ausdeuten
Dinge ... die Übelwollende zu Ihren Ungunsten ausdeuten können [Feuchtw.Tag12]

Typische Verbindungen
computergeneriert

an deuten musikalisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausdeuten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielmehr wollte er Passagen, die ihm wichtig waren, immer wieder neu zeichnerisch ausdeuten.
Die Welt, 13.05.2003
Von ihnen hat er auch das Bestreben, alles mystisch-symbolisch auszudeuten.
Wagner, Rudolf: Cassiodorus Senator. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 16641
Auch andere Zeichen wirken bedeutsam, lassen sich aber nur kaum ausdeuten.
Die Zeit, 17.03.2008, Nr. 12
Die Worte »Gruppe« oder »Organisation« sollten nicht gekünstelt oder spitzfindig ausgedeutet werden.
o. A.: Siebzigster Tag. Donnerstag, den 28. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2955
Kati hatte die kleine Ermahnung zur Pflicht tiefer ausgedeutet, als Balla ahnen mochte.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 906
Zitationshilfe
„ausdeuten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausdeuten>, abgerufen am 23.05.2019.

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