ausdenken

GrammatikVerb · dachte aus, hat ausgedacht
Aussprache
Worttrennungaus-den-ken (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-denken
Wortbildung mit ›ausdenken‹ als Erstglied: ↗ausdenkbar
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(sich) [Dativ] etw. ausdenkensich etw. in Gedanken zurechtlegen, etw. ersinnen
Beispiele:
sich einen Plan, eine Antwort, Ausrede ausdenken
sich einen Scherz, Spaß, eine Bosheit ausdenken
er hatte sich rasch ein paar Verse, einen passenden Spruch ausgedacht
dieses Strickmuster hat sie sich selbst ausgedacht
umgangssprachlich das hast du dir ja bloß ausgedacht! (= frei erfunden!)
umgangssprachlich da musst du dir schon etwas anderes ausdenken! (= das glaube ich dir nicht!)
eine Erwiderung, Begründung ausdenken
ein klug, weise ausgedachtes Vorhaben
nun suchte er sich auszudenken, was geschehen würde [CarossaGion242]
Da dachte er eine List aus und bestrich den Boden mit Pech [GrimmSimeliberg2,182]
herrlicher Anschlag! [rief Salvator] – Vortrefflich ausgedacht! [E. T. A. Hoffm.Serapionsbrüder4,383]
2.
etw. ist nicht auszudenkenetw. ist unvorstellbar, nicht auszumalen
Beispiele:
die Folgen, Auswirkungen sind nicht auszudenken
es war gar nicht auszudenken, wie herrlich alles noch werden konnte [Hausm.Überfall255]

Thesaurus

Synonymgruppe
(Plan) schmieden · (sich) ausdenken · ↗ausarbeiten · ↗entwerfen · ↗entwickeln · ↗erarbeiten · ↗erfinden · ↗konstruieren · ↗konzipieren  ●  ↗ausbrüten  ugs., fig., negativ · ↗ausfeilen  ugs. · ↗aushecken  ugs., negativ · ↗ersinnen  geh. · ↗innovieren  fachspr., lat.
Assoziationen
  • (seinen) Verstand benutzen · denken · ↗nachdenken · ↗überlegen  ●  (seine) Gehirnzellen anstrengen  ugs.
  • (ein) Spiel abkarten · Finte(n) aushecken · Intrige(n) spinnen · List(en) ersinnen · Ränke schmieden
Synonymgruppe
ausdenken · ↗erfinden
Synonymgruppe
(sich etwas) ausdenken · in Umlauf bringen · in die Welt setzen (Gerücht) · unter die Leute bringen · ↗verbreiten  ●  (sich) Geschichten ausdenken  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) ausdenken · (sich) einfallen lassen · Ideen entwickeln (zu) · ↗ausklügeln · ↗ausknobeln · ↗austüfteln · ↗erdenken  ●  ↗ausbrüten  ugs., fig. · ↗ausklamüsern  ugs., norddeutsch · ↗ersinnen  geh.
Assoziationen
  • faken · frei erfinden  ●  (sich etwas) aus dem Ärmel schütteln  ugs., fig. · (sich etwas) aus den Fingern saugen  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausrede Choreographie Clou Drehbuchautor Entwickler Gag Gemeinheit Geschichte Hirn Konzept Märchen Plot Rahmenhandlung Schikane Slogan Spitzname Story Strategie Streich Szenario Trick Variante Werbeagentur denken ihr kaum man selber was Überraschung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausdenken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er denkt sich hauptberuflich Fragen aus, zusammen mit drei weiteren Autoren.
Der Tagesspiegel, 03.07.2000
Ein teures Vergnügen hatte sich ein zwei Jahre alter Bub in Köln ausgedacht.
Süddeutsche Zeitung, 23.04.1998
Wollen wir uns einmal ausdenken, wie schön es wäre, jetzt an der Elbe zu wandern?
Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 95
Da musste man sich also was ausdenken, diesen Frieden zu stören.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 181
So denkst Du es Dir doch aus, schön wäre es.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 03.08.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„ausdenken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/ausdenken>, abgerufen am 21.04.2019.

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