aufweichen

GrammatikVerb · weicht auf, weichte auf, hat/ist aufgeweicht
Aussprache
Worttrennungauf-wei-chen
Wortzerlegungauf-weichen1
Wortbildung mit ›aufweichen‹ als Erstglied: ↗Aufweichung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. durch Feuchtigkeit weich machen
Beispiele:
Zwieback, Semmeln in Milch aufweichen
während mir der Schweiß ... den Kragen aufweicht [RemarqueSchwarzer Obelisk68]
übertragen etw. von innen her untergraben
Beispiele:
die Bevölkerung, Demokratie ideologisch aufweichen
die Front aufweichen
2.
mit Hilfsverb ›ist‹
durch Feuchtigkeit weich werden
Beispiele:
der Zwieback weichte in der Milch auf
die Bonbons weichten in der Nässe auf
das Einwickelpapier ist völlig aufgeweicht
die Wege, Straßen, Äcker sind durch den lang anhaltenden Regen aufgeweicht
im aufgeweichten Boden bis zu den Knöcheln versinken

Thesaurus

Synonymgruppe
aufquellen · aufweichen
Synonymgruppe
aufweichen  fig. · ↗verwässern  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausnahmeregelunge Bankgeheimnis Damm Dauerregen Deich EU-Stabilitätspakt Erdreich Euro-Stabilitätspakt Flächentarifvertrag Folterverbot Front Fronte Kontur Konvergenzkriterium Kriterium Kündigungsschutz Ladenschluss Lehmboden Löschwasser Maastricht-Kriterium Pakt Regen Regenfall Stabilitätskriterium Stabilitätspakt Tauwetter Verhärtung Wachstumspakt unterspülen weichen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufweichen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gemeinsam ließe sich das fünf Jahre alte Abkommen leichter aufweichen.
Die Welt, 31.08.2002
Die Front ist aufgeweicht, und in nächster Zeit sind mehr Angebote zu erwarten.
C't, 1998, Nr. 19
Ich steckte die Zigarette zu weit in den Mund, das Papier weichte auf.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 344
Die Wirkung ist nur milder, aber stärker aufweichend auf die oberflächlichen Hautschichten.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 202
Pappe weicht mit der Zeit auf und zieht außerdem Gerüche an.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 275
Zitationshilfe
„aufweichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufweichen>, abgerufen am 22.10.2019.

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