aufstacheln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-sta-cheln
Wortzerlegungauf-stacheln
Wortbildung mit ›aufstacheln‹ als Erstglied: ↗Aufstachelung · ↗Aufstachlung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. wiederholt heftig zu etw. aufreizen, anstacheln
Beispiele:
jmdn. durch Hohn, Spott, Vorwürfe aufstacheln
jmdn. zum Widerspruch, Widerstand, zur Empörung, Rebellion, zu unbesonnenen Handlungen aufstacheln
jmds. Ehrgeiz, Eifer, Neid, Phantasie, Leidenschaft aufstacheln
die öffentliche Meinung aufstacheln
jmdn. gegen jmdn. aufstachelnaufwiegeln
Beispiel:
wenn sie die Massen immer weiter gegen die Römer aufstacheln [Feuchtw.Söhne340]

Thesaurus

Synonymgruppe
antreiben · aufstacheln · ↗hetzen · ↗jagen · ↗scheuchen · ↗treiben · ↗voranbringen · ↗vorantreiben · ↗vorwärtstreiben · zur Eile treiben  ●  (jemandem) Dampf machen  Redensart · (jemandem) Beine machen  ugs. · (jemandem) Feuer unter dem Hintern machen  ugs., fig. · (jemandem) Feuer unterm Arsch machen  derb, fig. · (jemandem) auf die Füße treten  ugs., fig. · Zunder geben  ugs., fig. · auf Touren bringen  ugs. · auf Trab bringen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (dazu) bringen (zu) · (jemandem) Anlass geben · ↗(jemanden) animieren · ↗(jemanden) motivieren · ↗(jemanden) veranlassen
  • Druck ausüben · Druck machen · ↗dringen · dringend bitten · ↗drängen  ●  ↗urgieren  österr. · Dampf machen  ugs. · die Daumenschrauben anziehen  ugs. · ↗quengeln  ugs.
  • (es) eilig haben · (jemandem) nicht schnell genug gehen können · Druck machen  ●  aufs Tempo drücken  ugs., fig. · zur Eile drängen  geh.
  • (jemandem) Mut machen · (jemanden) animieren (zu) · (jemanden) aufrufen (zu) · (jemanden) bestärken (in) · (jemanden) bringen (zu) · (jemanden) stimulieren (zu) · ↗anregen · ↗anspornen · ↗ermuntern · ↗ermutigen · ↗stärken
  • beschleunigen · ↗vorantreiben  ●  ↗akzelerieren  fachspr. · ↗dynamisieren  geh.
  • (sich) beeilen · ↗eilen  ●  (sich) abhasten  veraltet · ↗(sich) abjagen  veraltet · ↗(sich) tummeln  österr. · (die) Beine in die Hand nehmen  ugs., fig. · (die) Hufe schwingen  ugs., fig. · ↗(sich) abhetzen  ugs. · ↗(sich) ranhalten  ugs. · ↗(sich) sputen  ugs. · ↗(sich) überschlagen  ugs. · Dampf machen  ugs., fig. · fix machen  ugs. · hinnemachen  ugs. · ↗reinhauen  ugs., salopp · schnell machen  ugs. · ↗voranmachen  ugs., ruhrdt.
  • (ein) bisschen dalli!  ugs. · (mach) schnell!  ugs. · (na los) Bewegung!  ugs. · (na) wird's bald?  ugs., Hauptform · (und zwar) ein bisschen plötzlich!  ugs. · Aber zackig jetzt!  ugs. · Beeilung!  ugs. · Beweg deinen Arsch!  derb · Brauchst du 'ne (schriftliche) Einladung?  ugs., variabel · Brauchst du (erst noch) ne Zeichnung?  ugs. · Dann mal ran!  ugs. · Drück auf die Tube!  ugs., veraltet · Geht das (eventuell) auch ein bisschen schneller?  ugs., variabel · Gib Gummi!  ugs., salopp · Gib ihm!  ugs. · Hau rein!  ugs., salopp · Heute noch?  ugs., ironisch · Jetzt aber dalli!  ugs., variabel · Jib Jas Justav, 's jeht uffs Janze!  ugs., Spruch, berlinerisch · Komm in die Gänge!  ugs. · Kutscher, fahr er zu! (pseudo-altertümelnd)  ugs., ironisch · Lass gehen!  ugs. · Lass jucken, Kumpel!  ugs., veraltet · Lass schnacken!  ugs. · Lass was passieren!  ugs. · Leg ma ne Schüppe Kohlen drauf!  ugs., Spruch, ruhrdt., veraltet · Leg mal 'nen Zahn zu!  ugs. · Mach fix!  ugs. · Mach hin!  ugs. · Mach hinne!  ugs., regional · Mach voran! (Betonung auf 1. Silbe, norddt.)  ugs. · Mach zu!  ugs., norddeutsch · Nicht einschlafen!  ugs. · Nichts wie ran!  ugs. · Noch einen Schritt langsamer, und du gehst rückwärts.  ugs., Spruch, ironisch · Pass auf, dass du nicht Wurzeln schlägst.  ugs., übertreibend · Pass auf, dass du nicht einschläfst!  ugs., übertreibend, variabel · Schlaf nicht ein!  ugs., variabel · Was stehst du hier noch rum!?  ugs. · Wie wär's mit ein bisschen Beeilung?  ugs. · Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!  ugs., Spruch · Wird das heut(e) noch was?  ugs., ironisch · avanti!  ugs. · hopp hopp!  ugs. · los (los)!  ugs. · worauf wartest du?  ugs. · zack zack!  ugs.
Synonymgruppe
anspitzen · ↗anstacheln · ↗aufhetzen · aufstacheln · ↗aufwiegeln · ↗verhetzen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anhänger Arbeiter Aufstand Ausländer Bauer Bevölkerung Ehrgeiz Fremdenhaß Führer Gewalt Haß Jude Leidenschaft Masse Mord Muslim Rassenhaß Serbe Terror Widerstand dazu gegeneinander gegenseitig stacheln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufstacheln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darum stachelt die Musik nur auf, aber löst nichts aus.
Die Zeit, 22.12.1999, Nr. 52
Er ließ es sie lesen, er stachelte sie dazu auf, es zu lesen.
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2002
Macbeth lässt sich, trotz vieler Bedenken, zum Vollzug des Mordes aufstacheln.
Fath, Rolf: Werke - M. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 22024
Eltern und Kind können sich in ihrer nervösen Unruhe gegenseitig aufstacheln und zur Raserei bringen.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 286
Boleslaus ließ sich von der Oppositionspartei nur wegen der überstarken Betonung des Christentums durch Wenzel aufstacheln, nicht aber wegen des Christentums selbst.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1931, S. 956
Zitationshilfe
„aufstacheln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufstacheln>, abgerufen am 20.09.2019.

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