aufoktroyieren

GrammatikVerb · oktroyiert auf, oktroyierte auf, hat aufoktroyiert
Aussprache
Worttrennungauf-ok-tro-yie-ren · auf-ok-troy-ie-ren
HerkunftFranzösisch
Wortzerlegungauf-oktroyieren
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. etw. aufzwingen
Beispiele:
jmdm. seine Meinung, einen Vertrag aufoktroyieren
die dem deutschen Volke einen solchen Sklavenpakt aufoktroyieren wollen [Thälm.Reden1,85]

Thesaurus

Synonymgruppe
aufoktroyieren · ↗aufzwängen · jemandem etwas aufdrängen · oktroyieren  ●  ↗andrehen  ugs.
Synonymgruppe
aufbürden · ↗aufdrücken · ↗auferlegen · ↗aufnötigen · aufoktroyieren · ↗aufzwingen  ●  (jemandem etwas) an den Hals hängen  ugs., fig. · (jemandem etwas) ans Bein binden  ugs., fig. · (jemandem etwas) aufs Auge drücken  ugs. · ↗aufbrummen  ugs. · ↗aufhalsen  ugs. · oktroyieren  geh. · ↗zwangsbeglücken (mit)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufbürden · ↗auferlegen · ↗aufladen · ↗auflasten · aufoktroyieren · ↗beladen · ↗belasten (mit) · ↗bepacken · ↗beschweren · ↗strapazieren  ●  oktroyieren  geh. · ↗schlauchen (mit)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

oktroyieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufoktroyieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das traditionsreiche Blatt bekam wie alle kroatischen Unternehmen, die privatisiert werden, einen „Verwaltungsrat“ aufoktroyiert.
Die Zeit, 25.06.1993, Nr. 26
Nein, es soll ihm kein fremder Geschmack aufoktroyiert werden, aber der soll bestimmen, der es gelernt hat, nicht der Laie.
Tucholsky, Kurt: K.-K. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913]
Wenn also einer seinen Willen den anderen aufoktroyiert, so ist das keine Verschwörung.
o. A.: Einhunderteinundsiebzigster Tag. Donnerstag, 4. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 12622
Man wirft ihm in Leipzig vor, für mich eingetreten zu sein, mich »aufoktroyieren« zu wollen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1930. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1930], S. 174
Ich habe aber niemals einen solchen Rat wirklich eingesetzt, weil die niederländische Bevölkerung nicht mitgearbeitet hat und infolgedessen diese Gemeinderäte nur aufoktroyiert gewesen wären.
o. A.: Einhundertzweiundfünfzigster Tag. Dienstag, 11. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23742
Zitationshilfe
„aufoktroyieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufoktroyieren>, abgerufen am 15.10.2019.

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