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aufmucken

GrammatikVerb
Worttrennungauf-mu-cken (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-mucken
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich schwach aufbegehren
Beispiele:
gegen jmdn., etw. aufmucken
keiner wagte aufzumucken
wer aufmuckte, wurde bestraft
Da muckte die andre mit einem versteckten Zorn auf [ZahnDie da kommen52]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mucken · aufmucken · Mucker
mucken Vb. ‘mit halb geöffnetem Mund Laute von sich geben, murren, aufbegehren, sich leise, vorsichtig oder unwillkürlich bewegen’, seit dem 15. Jh. nachgewiesen, aber sicher älter, vgl. ahd. firmucken ‘stumpfsinnig sein’ (8. Jh.), mnd. mucken ‘den Mund kaum auftun und halblaut murmeln’, nl. mokken (s. auch ↗mucksen). Das Verb stellt sich mit expressiver Gemination zu der unter ↗Maul (s. d.) genannten schallnachahmenden Wurzel ie. *mū̌-, wozu auch ↗muhen (s. d.) und die dort genannten außergerm. Formen gehören. aufmucken Vb. ‘aufbegehren’ (19. Jh.). Mucker m. ‘wer brummt, murrt, Duckmäuser, Scheinheiliger’ (17. Jh.); im 18. Jh. abschätzig für die Anhänger des Pietismus.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) auflehnen · (sich) erheben gegen · ↗(sich) sträuben · ↗(sich) widersetzen · ↗aufbegehren · ↗opponieren · ↗protestieren · ↗rebellieren · ↗revoltieren  ●  ↗frondieren  veraltet · (den) Aufstand proben  geh., fig. · aufmucken  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Basis Gewerkschaft Obrigkeit Spieler dagegen endlich gelegentlich mal mucken nie plötzlich rausfliegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufmucken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer aufmuckt, vor allem als Frau, war stets rasch beseitigt.
Die Zeit, 16.09.2013, Nr. 37
Kein Mann wagt es, gegen seine Mama aufzumucken - egal, wie alt er geworden ist.
Bild, 02.09.2005
Sie mucken nicht auf, weil sie denken, es schadet ihnen.
Der Tagesspiegel, 09.05.2003
Die Politik ist schon lange nicht mehr zweite Liga, und nichts rührt sich, niemand muckt auf.
Süddeutsche Zeitung, 13.12.1997
Denn bei genauer Prüfung wird uns klar, daß erst die Frau jene kultivierte Atmosphäre schafft, gegen die es Spaß macht, aufzumucken!
Loriot [d.i. Vicco von Bülow]: Sehr verehrte Damen und Herren ..., Zürich: Diogenes 1993, S. 16
Zitationshilfe
„aufmucken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufmucken>, abgerufen am 19.05.2019.

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