auferlegen

GrammatikVerb · erlegte auf/auferlegte, hat auferlegt
Aussprache
Worttrennungauf-er-le-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-erlegen
Wortbildung mit ›auferlegen‹ als Erstglied: ↗Auferlegung
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben auf jmdn. eine Bürde legen, jmdm. etw. aufbürden
Beispiele:
jmdm. Steuern, harte Abgaben auferlegen
jmdm. eine Ordnungsstrafe, Geldbuße auferlegen
die Kosten des Rechtsstreits wurden den Klägern auferlegt
jmdm. ein Amt auferlegen
jmdm. Schweigepflicht, eine harte Prüfung auferlegen
jmdm. die Verantwortung für etw. auferlegen
sich [Dativ] (freiwillig) Beschränkungen, Entbehrungen, Opfer, Lasten, Pflichten, Zwang auferlegen
das Schicksal hatte ihr Schweres auferlegt
er auferlegte Bußen, Kasteiungen [HesseGlasperlensp.6,609]
auch hatte ... der alte Physikus ihr strenge Ruhe auferlegt (= verordnet) [Storm7,53]

Thesaurus

Synonymgruppe
aufbürden · auferlegen · ↗aufladen · ↗auflasten · ↗aufoktroyieren · ↗beladen · ↗belasten (mit) · ↗bepacken · ↗beschweren · ↗strapazieren  ●  ↗oktroyieren  geh. · ↗schlauchen (mit)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufbürden · ↗aufdrücken · auferlegen · ↗aufnötigen · ↗aufoktroyieren · ↗aufzwingen  ●  (jemandem etwas) an den Hals hängen  ugs., fig. · (jemandem etwas) ans Bein binden  ugs., fig. · (jemandem etwas) aufs Auge drücken  ugs. · ↗aufbrummen  ugs. · ↗aufhalsen  ugs. · ↗oktroyieren  geh. · ↗zwangsbeglücken (mit)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auslage Beschränkung Beweislast Busse Bußgeld Bürde Denkverbot Entbehrung Geldbuße Geldstrafe Gesetzgeber Informationspflicht Last Meldepflicht Mäßigung Pflicht Redeverbot Restriktion Schranke Schweigegebot Schweigegelübde Schweigepflicht Selbstbeschränkung Stillschweigen Strafe Verpflichtung Zurückhaltung Zwang erlegen keinerlei

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auferlegen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

War es wirklich nötig, der Bahn - wenn auch eingeschränkt - die Belastungen der Ökosteuer aufzuerlegen?
Der Tagesspiegel, 10.03.1999
So wurde mir eine Prüfung auferlegt, von der ich selbst nicht sagen kann, wie ich sie bestanden habe.
Die Zeit, 25.07.1969, Nr. 30
Allerdings sind ihr dabei größere Beschränkungen als dem Herrn auferlegt.
Franken, Konstanze von [d.i. Stoekl, Helene]: Handbuch des guten Tones, Berlin: Hesse 1936, S. 34
Der Welt wird im letzteren Fall eine dem religiösen Virtuosen auferlegte »Pflicht«.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 302
Daß seine Stellung als preußischer Beamter ihm Zurückhaltung auferlegte, ist offenkundig.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1931, S. 470
Zitationshilfe
„auferlegen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/auferlegen>, abgerufen am 21.05.2019.

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