aufdrücken

GrammatikVerb
Worttrennungauf-drü-cken (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-drücken
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. auf etw. drücken, pressen
Beispiele:
einem Papier den Stempel aufdrücken
einem Dokument das Siegel aufdrücken (= aufprägen)
er drückt beim Schreiben (die Feder) zu sehr auf
salopp einen aufgedrückt bekommen (= einen Kuß bekommen)
den Hut schon im Zimmer sich aufdrückend (= sich auf den Kopf drückend) [RaabeIII 2,558]
ein rotes Mal, das eine Falte im harten Kissen ihr aufgedrückt hatte [UhsePatrioten1,327]
und ihm eben einen Kuß aufdrücken wollte [G. KellerLiebesbriefe6,442]
gehoben, bildlich
Beispiele:
jmdm. sein Gepräge aufdrücken
der Zeit den Stempel aufdrücken
2.
etw. durch Druck öffnen
Gegenwort zu zudrücken
Beispiele:
eine Tür aufdrücken
[sie] drückte die mit Leder gepolsterte Pforte lautlos auf [BrochDie Schuldlosen383]
Während er die Türklinke aufdrückte (= niederdrückte) [A. ZweigErziehung376]

Thesaurus

Synonymgruppe
aufbürden · aufdrücken · ↗auferlegen · ↗aufnötigen · ↗aufoktroyieren · ↗aufzwingen  ●  (jemandem etwas) an den Hals hängen  ugs., fig. · (jemandem etwas) ans Bein binden  ugs., fig. · (jemandem etwas) aufs Auge drücken  ugs. · ↗aufbrummen  ugs. · ↗aufhalsen  ugs. · ↗oktroyieren  geh. · ↗zwangsbeglücken (mit)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brandzeichen Einbrecher Eingangstür Epoche Etikett Fenster Ganze Gepräge Geschehen Glastür Gütesiegel Handschrift Haustür Image Kainsmal Koscher-Stempel Kuß Makel Persönlichkeit Prägestempel Prägung Siegel Spiel Stempel Turnier Tür Unbekannte Wille Wirtschaftspolitik drücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufdrücken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie war eine Spur mehr nach links geneigt als früher, und er drückte fester auf.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 273
Ja, glaube mir, ich bin sehr wohl in der Lage, dieser Welt meinen Stempel aufzudrücken.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 178
Die Politik schleicht sich in die Religion ein, und die Religion drückt der Politik ihren Stempel auf.
Die Welt, 25.10.2001
Wieder drückt er dem Film keinen Stempel auf, sondern passt sich dem Ton an.
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2000
Jedoch dieser Stil vermag in diesen wenigen Äußerungen unserer Zeit seinen Stempel nicht aufzudrücken.
Schalcher, Traugott: Die Reklame der Straße, Wien: C. Barth 1927, S. 48
Zitationshilfe
„aufdrücken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufdrücken>, abgerufen am 19.10.2019.

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