aufdrängen

GrammatikVerb
Worttrennungauf-drän-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-drängen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdn. drängen, etw. anzunehmen, jmdm. etw. aufnötigen, aufdringen
Beispiele:
jmdm. seine Freundschaft, Begleitung, Gesellschaft aufdrängen
jmdm. Schweigegeld aufdrängen
jmdm. etw. aufzudrängen suchen
sich [Dativ] nichts (mit Gewalt) aufdrängen lassen
Nachum wollte dem Josef ... ein Prunkglas aufdrängen [Feuchtw.Jüd. Krieg112]
2.
sich jmdm. aufdrängen (= sich jmdm. immer wieder anbieten)
Beispiele:
ich will mich Ihnen nicht aufdrängen!
sich jmdm. als Freund, sich einem Fremden aufdrängen
er kann sich mir doch nicht aufdrängen wollen!
3.
etw. drängt sich jmdm. auf (= etw. wird jmdm. zwingend bewusst)
Beispiele:
ein Gedanke, eine Frage, ein Vergleich, eine Erkenntnis, Überzeugung drängt sich uns auf
die Erinnerung an den Urlaub drängte sich ihm auf
die Ähnlichkeit der Geschwister wird, muss sich uns sofort aufdrängen
die Vorstellung drängte sich auf, daß die Speisen mit Ansteckungsstoffen vergiftet seien [Th. MannTod in Venedig9,532]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Analogie Assoziation Betrachter Betrachtung Eindruck Erinnerung Frage Gedanke Lektüre Lesart Lesen Leser Parallele Schluß Schlußfolgerung Training Verdacht Vergleich Vermutung da drängen förmlich geradezu natürlich regelrecht unabweisbar unweigerlich unwillkürlich vielmehr zwangsläufig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufdrängen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es liege an den Spielern selbst, sich in der aktuellen Situation aufzudrängen.
Die Welt, 11.02.2004
Es gibt sie noch, aber sie drängen sich nicht auf.
Der Tagesspiegel, 04.11.1997
Und da drängt sich das leidige Problem des möblierten Herrn, der möblierten Dame auf.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 367
Was mir links verwehrt wurde, ließ ich mir rechts nicht aufdrängen.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 126
Ich will anderen nichts aufdrängen, das mußt Du Dir merken.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 04.02.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„aufdrängen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufdrängen>, abgerufen am 16.10.2019.

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