aufarbeiten

GrammatikVerb · arbeitet auf, arbeitete auf, hat aufgearbeitet
Worttrennungauf-ar-bei-ten (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-arbeiten
Wortbildung mit ›aufarbeiten‹ als Erstglied: ↗Aufarbeitung  ·  mit ›aufarbeiten‹ als Letztglied: ↗wiederaufarbeiten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Rückstände völlig aufholen
Beispiele:
die sich immer mehr anhäufende Fülle an Briefen, an nicht erledigter Korrespondenz aufarbeiten
ich habe endlich alles aufgearbeitet
Morgen abend muß ich im Büro bleiben und aufarbeiten [TucholskyRheinsberg255]
bildlich
Beispiel:
das Erlebnis meiner Sinne innerlich aufzuarbeiten [Th. MannKrull8,296]
etw. aufbrauchen, völlig verarbeiten
Beispiel:
das Material, die Bestände an Baumwolle aufarbeiten
2.
etw. auffrischen, erneuern
Beispiel:
alte Kleider, Polstermöbel, Matratzen, Möbelstücke aufarbeiten lassen

Thesaurus

Synonymgruppe
aufarbeiten · ↗nacharbeiten · ↗nachholen · später erledigen  ●  später machen  ugs., variabel
Assoziationen
  • auf einen späteren Termin (ver)legen · auf später verschieben · auf später vertagen · nach hinten schieben · nach hinten verlegen · ↗verschieben · ↗zurückstellen (bis zum)  ●  ↗schieben  ugs., salopp, Jargon
Synonymgruppe
aufarbeiten · ↗rückgewinnen · ↗verwerten · ↗wieder verwenden
Synonymgruppe
aufarbeiten · ↗aufhellen · ↗aufklären · ↗ergründen · ↗klären · ↗untersuchen  ●  Licht in eine Angelegenheit bringen  fig. · Licht ins Dunkel bringen  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akte Altlast Brennelement Brennstab DDR-Geschichte DDR-Unrecht DDR-Vergangenheit Defizit Ermittlungspanne Familiengeschichte Geschehene Geschehnis Geschichte Hinterlassenschaft Kapitel NS-Vergangenheit NS-Zeit Nachlaß Nazi-Vergangenheit Rückstand Trauma Unrecht Verbrechen Vergangenheit Verstrickung Versäumnis arbeiten gründlich systematisch wiederverwenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufarbeiten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dies ist ein didaktischer Fehler; denn der Text hätte inhaltlich aufgearbeitet werden müssen.
Die Zeit, 21.06.1996, Nr. 26
Die Wissenschaft muß die Geschichte der DDR weiter aufarbeiten, hat er gefordert.
Süddeutsche Zeitung, 11.02.1994
Daher lassen sie sich leichter in ihrer Wirkungsweise untersuchen und aufarbeiten.
Grell, Karl G.: Protozoologie, Berlin u. a.: Springer 1956, S. 96
Wenn ich das nicht endlich mal aufarbeite, wird es mir garantiert wieder passieren.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 216
G. hat das Verdienst, das vor ihm schon zusammengetragene große Material aufgearbeitet, wesentlich vermehrt und nach Symbolik und geschichtlicher Entwicklung eindringend untersucht zu haben.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1934, S. 146
Zitationshilfe
„aufarbeiten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/aufarbeiten>, abgerufen am 15.10.2019.

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