astrologisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungas-tro-lo-gisch · ast-ro-lo-gisch
GrundformAstrologie
eWDG, 1967

Bedeutung

Beispiel:
ein astrologischer Kalender
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Astrologe · Astrologie · astrologisch
Astrologe m. ‘wer sich auf Astrologie versteht, Sterndeuter’. Griech. astrológos (ἀστρολόγος) ist ein Kompositum aus dem zum kollektiven neutralen Plural ástra (ἀστρα), zu aster (ἀστήρ) m. (s. ↗Aster), rückgebildeten sekundären Singular ástron (ἄστρον) ‘Gestirn, Stern’ und -lógos (s. ↗-loge). Es ist die im älteren Griech. allein übliche Bezeichnung für den Sternkundigen. Die aus dem Orient stammende Sterndeutung hat in Griechenland nur langsam Eingang gefunden (vgl. Capelle in: Hermes 60 (1925) 373 ff.) und zunächst zu einer eigenen Bezeichnung geführt, z. B. astromanté͞ia (ἀστρομαντεία) ‘Sterndeuterei’, astrómantis (ἀστρόμαντις) ‘Sterndeuter’. Erst in hellenistischer Zeit bezeichnet griech. astrológos nicht nur den ‘Sternkundigen’, sondern übernimmt auch die Bedeutung ‘Sterndeuter’. Dieser Doppelsinn haftet ebenso lat. astrologus an wie, lange Zeit hindurch, den Entlehnungen des lat. Wortes in einzelnen europ. Sprachen. In mhd. Zeit ins Dt. aufgenommen (astrologī, Plur.), behält das Maskulinum Astrologus diese zweifache Bedeutung bis ins 17. Jh., erst dann wird inhaltlich zwischen ↗Astrologe und ↗Astronom (s. d.) unterschieden. Die lat. Flexionsendung verliert sich endgültig in der Mitte des 18. Jhs.; die moderne Form Astrologe setzt sich gegenüber älterem Astrolog im 20. Jh. durch. Astrologie f. irrige ‘Lehre vom Einfluß der Gestirne auf irdisches Geschehen’. Das von astrológos abgeleitete griech. astrología (ἀστρολογία) ‘Sternkunde’ gehört zu den ältesten griech. Benennungen einer Fachwissenschaft auf -logía (s. ↗-logie). Es teilt wie lat. astrologia die Bedeutungsentwicklung des zugrundeliegenden Maskulinums. In mhd. Zeit als astrologī(e) entlehnt, gewinnt das Substantiv seine heutige Bedeutung im 17. Jh. (s. ↗Astronomie). Während des 16. bis 18. Jhs. tritt es häufig in lat. (oft auch lat. flektierter) Form auf (Astrologia); Mitte des 18. Jhs. setzt sich die moderne Lautung und Schreibung der Endsilbe definitiv durch. astrologisch Adj. (1. Hälfte 16. Jh.) wird nach dem Vorbild von griech. astrologikós (ἀστρολογικός), lat. astrologicus zunächst unterschiedslos in den Bedeutungen ‘zur Astrologie, zur Astronomie gehörig’ gebraucht.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Analyse Beratung Berechnung Deutung Glaube Gutachten Handschrift Kalender Konstellation Lehre Literatur Motiv Praktik Prognose Psychogramm Rat Spekulation Symbol Voraussage Vorhersage Zeichen Zeitschrift Zwilling astronomisch günstig magisch medizinisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›astrologisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bestrahlt Sie positiv aus Ihrem astrologischen Haus des Gewinns.
Bild, 31.12.2005
Wir haben von ihm erfahren, er liebäugle auf astrologische Art mit den Sternen.
Die Zeit, 26.02.1962, Nr. 09
In einer astrologisch gesteuerten Welt gäbe es demnach nur noch Sonnenschein.
Klemz, Willy: Praktische Menschenkunde, Düsseldorf: Greif 1963, S. 0
Jungfrau bleibt Jungfrau, astrologisch gesehen, das Mädchen war also ungefährlich.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 24
Am Abend dieses Tages brachte der Italiener Botello seine astrologischen Berechnungen.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 42
Zitationshilfe
„astrologisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/astrologisch>, abgerufen am 22.10.2019.

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