anziehen

GrammatikVerb · zog an, hat/ist angezogen
Aussprache
Worttrennungan-zie-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1ziehen
Wortbildung mit ›anziehen‹ als Grundform: ↗Anzug · ↗anziehend
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
mit Hilfsverb ›hat‹
Gegenwort zu ausziehen
Beispiele:
Schuhe, Strümpfe, den guten Anzug, Mantel, die Uniform anziehen
ein Kleid zur Probe anziehen
ich habe nichts anzuziehen!
etw. links, verkehrt anziehen
das Kind, den Kranken anziehen
umgangssprachlich das Kleid wirkt angezogen (= sitzt gut)
sich anziehen
Beispiel:
sich leicht, warm, einfach, anständig, hübsch, nett, sonntäglich, festlich, elegant anziehen
2.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw., jmdn. heranziehen
a)
Beispiele:
Salz zieht die Feuchtigkeit an (= nimmt sie auf)
die Butter zieht an (= nimmt fremden Geschmack an)
Physik
Gegenwort zu abstoßen
Beispiele:
der Magnet zieht Eisen an
die Ionen werden von der Kathode angezogen
b)
Beispiele:
das Kinn, die Beine anziehen
die Schultern anziehen (= hochziehen)
[Carl Joseph] setzte sich, dem Vater gegenüber, die Knie steif angezogen [J. RothRadetzkymarsch30]
c)
Beispiele:
als sie den Torflügel hinter sich anzog [Storm1,227]
Endlich zog Guste die Tür an [H. MannUntertan4,292]
d)
übertragen jmdn., etw. anlocken, fesseln
Gegenwort zu abstoßen
Beispiele:
die Messe zieht Schaulustige und Käufer an
die Idee, Geschichte, das Buch, alles Neue zog ihn an
jmdn. durch Schönheit, freundliches Betragen anziehen
die Umgebung zog mich an
die Blicke der Vorübergehenden anziehen (= auf sich lenken)
sich unwiderstehlich, magisch angezogen fühlen
Ein edler Mensch zieht edle Menschen an [GoetheTassoI 1]
oft im Part. Präs.
anziehendgewinnend
Beispiele:
sie ist eine anziehende Erscheinung
sie hat etwas sehr Anziehendes an sich
anziehende Eigenschaften haben
alle fanden sie sehr anziehend
e)
gehoben etw. anführen, zitieren
Beispiele:
einen Vergleich anziehen
eine Stelle aus einem Roman anziehen
die angezogenen benutzten Quellen
3.
mit Hilfsverb ›hat‹
etw. straff machen, anspannen
Beispiele:
ein Seil, eine Kette anziehen
die Saite, den Bogen anziehen
die Zügel, Kandare anziehen
bildlich
Beispiele:
die Zügel (straffer) anziehen (= strenger vorgehen)
veraltend die Glocke anziehen (= läuten)
veraltend Eine Schelle wird angezogen [G. Hauptm.HenschelI]
etw. festziehen
Beispiele:
den Gurt, Knoten, die Schlinge anziehen
eine Schraube anziehen (= fester eindrehen)
die (Hand)bremse anziehen (= bremsen)
Flugwesen den Steuerknüppel anziehen (= das Höhenruder betätigen)
4.
mit Hilfsverb ›hat‹
zu ziehen beginnen
Beispiele:
der Zug zieht an (= setzt sich in Bewegung)
Die Pferde zogen an, der Wagen fuhr fort [St. ZweigAmok252]
5.
mit Hilfsverb ›hat‹
steigen, höher werden
Beispiele:
die Preise ziehen (mächtig, scharf) an
die Baukosten werden um das Doppelte anziehen
die Geldkurse, Sätze für Aktien haben angezogen
anziehende (= zunehmende) Nachtfröste
6.
mit Hilfsverb ›ist‹
anrücken, herankommen
Gegenwort zu abziehen
Beispiele:
der Feind zieht an
Zu den Reunions der Badesaison zogen die Tanzfähigen ... in Scharen an [SchleichVergangenheit50]
im Part. Prät.
umgangssprachlich angezogen kommen
Beispiele:
der Herbst kommt angezogen
mit Hab und Gut angezogen kommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ziehen · ungezogen · abziehen · Abzug · abzüglich · anziehen · Anzug · anzüglich · aufziehen · Aufzug · ausziehen · Auszug · beziehen · Beziehung · beziehungsweise · Bezug · bezüglich · erziehen · Erzieher · Erziehung · nachziehen · Nachzügler · überziehen · Überzieher · Überzug · umziehen · Umzug · verziehen · Verzug · vollziehen · Vollzug · vorziehen · Vorzug · vorzüglich · zuziehen · zuzüglich
ziehen Vb. ‘mit Kraft zu sich her oder hinter sich her bewegen, zerren, zu ganzer Länge ausdehnen, aufziehen, züchten, sich fortbewegen’, reflexiv ‘sich dehnen, in die Länge erstrecken’; zusammen mit einem Substantiv dient ziehen häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffs, vgl. in Zweifel ziehen ‘bezweifeln’ (16. Jh.), Lehren ziehen ‘lernen’ (18. Jh.); ahd. ziohan (8. Jh.), mhd. ziehen, asächs. tiohan, mnd. tēn, tīen, mnl. tīen, afries. tiā, aengl. tēon, anord. (nur Part. Prät.) toginn ‘gezogen’, got. tiuhan ‘führen’ (germ. *teuhan). Außergerm. vergleichen sich griech. dadýssesthai (δαδύσσεσθαι) ‘zerrissen werden’, dé͞ukein (δεύκειν) ‘denken, nachdenken, Sorge tragen’, lat. dūcere ‘ziehen, schleppen, führen, leiten’, mkymr. dygaf (aus *dukami) ‘bringe’. Zugrunde liegt ie. *deuk- ‘ziehen’. Dazu gehören aus dem germ. Sprachbereich die unter ↗Zaum, ↗Zeug, ↗Zeuge, ↗zögern, ↗Zögling, ↗Zucht, ↗zucken, ↗zücken, ↗Zug, ↗Zügel behandelten Wörter sowie auch ↗Herzog (eigentlich ‘Heerführer’, s. d.). Zum Part. Prät. gezogen in der Bedeutung ‘erzogen’ gehört ungezogen Adj. ‘unartig, ungehorsam’, ahd. ungizogan ‘noch nicht erzogen, unbändig’ (8. Jh.), mhd. ungezogen ‘ohne gehörige Bildung, unartig, zuchtlos’. abziehen Vb. ‘durch Ziehen entfernen, herunterziehen, wegnehmen, weggehen, vermindern, subtrahieren’, ahd. abaziohan (9. Jh.), mhd. abeziehen; Abzug m. ‘Vorgang, Ergebnis des Abziehens, Weggang, abgezogener Betrag, Vorrichtung zum Ableiten’, mhd. abezuc; abzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘mit Abzug von, abgerechnet’ (19. Jh.), vgl. schon (md.) abezogelich (15. Jh.). anziehen Vb. ‘an sich heranziehen, straff ziehen, Kleidung anlegen’, mhd. aneziehen, auch ‘anklagen, beschuldigen’ (eigentlich ‘etw. als Beweis heranziehen’); Anzug m. ‘Vorwurf, Beschuldigung, Anmarsch, Ankunft’ (15. Jh.), im Anzuge sein ‘im Anmarsch sein, bevorstehen, beginnen’ (16. Jh.), ‘Kleidung’ (Ende 16. Jh., geläufig seit 18. Jh.), dann speziell ‘Jacke und Hose’, spätmhd. anzuc ‘Anzug (im Schachspiel)’; anzüglich Adj. ‘auf Unangenehmes, Peinliches anspielend, ungehörig, zweideutig’ (16. Jh.), vgl. anzügliche und schimpfliche Wort (17. Jh.), zu frühnhd. anzug ‘Vorwurf, Beschuldigung’ (s. oben); daneben auch im Sinne von ‘anziehend’ (Anfang 16. Jh., noch bei Goethe). aufziehen Vb. ‘durch Ziehen öffnen, in die Höhe ziehen, großziehen, erziehen, eine Feder spannen, ins Werk setzen, necken’, ahd. ūfziohan ‘emporziehen’ (um 1000), mhd. ūfziehen ‘sich erheben, in die Höhe ziehen, emporheben, auf-, erziehen, fördern, pflegen’; Aufzug m. ‘Vorrichtung zum Hochziehen, Hochfahren’, dann (ab 17. Jh.) ‘Aufmarsch, Festzug, Prozession’, mhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum In-die-Höhe- Ziehen, Aufschub, Anziehung, Einfluß’; Aufzug im Sinne von ‘Aufmachung’ (17. Jh.) ist eigentlich ‘die Art und Weise, wie man vor anderen aufzieht’, dann eingeschränkt auf ‘Kleidung’; die Bedeutung ‘Schauspielakt’ (seit 17. Jh.) stammt aus dem feierlichen Auftritt der Schauspieler zu Beginn eines Aktes. ausziehen Vb. ‘herausziehen, in die Länge ziehen, auseinanderziehen, ablegen, aus-, entkleiden, ausplündern, einen Auszug machen, exzerpieren, wegziehen, wegmarschieren, die Wohnung aufgeben’, ahd. ūʒziohan (9. Jh.), mhd. ūʒziehen ‘aus-, herausziehen, sich entfernen, in den Krieg ziehen, entkleiden, ausnehmen, befreien’; Auszug m. ‘das Ausziehen, Abmarsch, Auswanderung, Teilabschrift, Exzerpt, Extrakt’, mhd. ūʒzuc ‘Auszug, Einwand, Widerrede, Ausflucht, Ausnahme’. beziehen Vb. ‘auf, über etw. ziehen, (be)spannen, regelmäßig erhalten, in einen bestimmten Zusammenhang bringen’, reflexiv ‘sich berufen auf, verweisen auf’, ahd. biziohan ‘festbinden, über-, zusammenziehen, zusammenfügen, wegnehmen’ (8. Jh.), mhd. beziehen ‘zu etw. kommen, erreichen, überziehen, ein Kleid besetzen, füttern, an sich nehmen, einziehen’; Beziehung f. ‘Verbindung, innerer Zusammenhang, wechselseitiges Verhältnis, Bezug(nahme), Anspielung, Hinsicht’ (17. Jh.); beziehungsweise Konj. ‘oder vielmehr, genauer gesagt, im anderen Fall’ (Mitte 18. Jh.), älter beziehlicher Weise (17. Jh.); Bezug m. ‘Bezugnahme, Hinsicht, Beziehung, das Beziehen (von Waren), Überzug’ (Anfang 18. Jh.; Einzelbeleg schweiz. 1483); vgl. ahd. bizog ‘Decke’ (Hs. 11./12. Jh.), mhd. bezoc ‘Unterfutter’; bezüglich Adj. ‘sich auf etw. beziehend’ (vereinzelt 16. Jh., häufig seit Ende 18. Jh.); auch Präp. (19. Jh.). erziehen Vb. ‘jmdn., besonders ein Kind, geistig und charakterlich formen, seine Neigungen und Fähigkeiten entfalten’, ahd. irziohan ‘ziehen, aufziehen, erziehen’ (8. Jh.), mhd. erziehen, eigentlich ‘herausziehen’; die Bedeutung des Verbs steht seit ahd. Zeit unter dem Einfluß von lat. ēducāre ‘auf-, großziehen, ernähren, erziehen’; Erzieher m. (17. Jh., vereinzelt 15. Jh.), Erziehung f. (um 1500). nachziehen Vb. ‘hinter sich herziehen, fester anziehen, nachzeichnen, verstärken, nachfolgen’, ahd. nāhziohan (um 1000), mhd. nāchziehen; Nachzügler m. ‘wer verspätet eintrifft, Nachkömmling’, zuerst (1792) bei Goethe im Sinne von ‘hinter dem Heere zurückbleibender Soldat, Marodeur’, gebildet zu heute nicht mehr gebräuchlichem Nachzug ‘Nachhut eines Heeres’. überziehen Vb. (in trennbarer Verbindung) ‘ein Kleidungsstück über den Körper ziehen, (über etw. anderes) anziehen’ (17. Jh.); vgl. die Wendung jmdm. eins, ein paar überziehen ‘jmdm. einen Hieb, Hiebe versetzen, jmdn. schlagen’ (um 1600); (in untrennbarer Verbindung) ‘mit einem Überzug versehen, bedecken, bespannen’, auch mit Krieg überziehen ‘zum Kriegsschauplatz machen’, das Konto überziehen ‘mehr abheben, als auf dem Konto steht’; ahd. ubarziohan ‘verziehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. überziehen ‘über etw. ziehen, an sich ziehen, gewinnen, bedecken, überfallen, besetzen, übertreffen’; Überzieher m. ‘leichter Herrenmantel’ (Mitte 19. Jh.), früher ‘Überziehrock der Männerkleidung’ (18. Jh.); Überzug m. ‘auswechselbare Hülle, Bezug, dünne Decke, Schicht, Auflage’, auch frühnhd. überzog ‘Überfall, feindlicher Angriff’ (15. Jh.), ahd. ubarzug ‘Kleidungsstück’ (Hs. 13. Jh.). umziehen Vb. (trennbar) ‘in eine andere Wohnung ziehen, den Wohnsitz wechseln, ein anderes Kleid, einen anderen Anzug anziehen, die Kleidung wechseln’ (18. Jh.), älter ‘herum-, umherziehen, -schweifen, -wandern’ (Anfang 16. Jh.), (untrennbar) ‘sich um … herumbewegen, ziehend umkreisen, mit etw. rings umgeben, bedecken’, reflexiv ‘sich bewölken, beziehen’, mhd. umbeziehen ‘umgeben, -zingeln, überfallen, herumziehen’; Umzug m. ‘das Umherziehen, (feierlicher) Aufzug, Festzug’ (Anfang 16. Jh.), ‘Wohnungswechsel’ (19. Jh.). verziehen Vb. ‘durch Ziehen in eine vom Normalen, Üblichen abweichende Form bringen, verzerren, die Wohnung, den Wohnort wechseln, falsch, nicht in der richtigen Weise erziehen, verwöhnen, zu dicht stehende junge Pflanzen herausziehen, vereinzeln’, reflexiv ‘allmählich weiterziehen und verschwinden, sich (unauffällig) entfernen’, ahd. firziohan ‘wegnehmen, entziehen, falsch erziehen’ (8. Jh.), mhd. verziehen ‘auseinanderziehen, herausziehen, entfernen, hinziehen, aufschieben, verzögern’; Verzug m. ‘Verzögerung, Rückstand im Erfüllen einer Verpflichtung’, mhd. verzuc, verzoc, auch ‘Einspruch, Einwand’. vollziehen Vb. ‘in die Tat umsetzen, ausführen, vollstrecken’, reflexiv (seit 19. Jh.) ‘vor sich gehen, geschehen, ablaufen’, ahd. fol(l)aziohan ‘unterstützen helfen, vollenden’ (8. Jh.), mhd. vol(le)ziehen ‘vollständig ziehen, ausführen, unterstützen, gemäß verfahren, genügen, befriedigen’, eigentlich ‘etw. bis zum Ende, zum Ziele ziehen’; Vollzug m. ‘Verwirklichung, Ausführung, Vollstreckung’, mhd. volzuc. vorziehen Vb. ‘nach vorn ziehen, hervorziehen, vor etw. ziehen, bevorzugen, lieber mögen, für später Vorgesehenes auf einen früheren Zeitpunkt legen, zuerst in Angriff nehmen’, ahd. furiziohan ‘hervorziehen, vorbringen, etw., jmdn. vorziehen’ (10. Jh.), mhd. vür-, vorziehen (frühnhd. für-, vorziehen) ‘vorführen (Pferd), darlegen, anführen, geltend machen, vorenthalten’; Vorzug m. ‘Vergünstigung, Vorteil, Vorrang, Vorrecht’, mhd. vürzuc, vürzoc (frühnhd. Für-, Vorzug); auch im Sinne von ‘wertvolle, vortreffliche Eigenschaft, Vorzüglichkeit, gute Seite’ (seit 17. Jh.); vorzüglich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet, vortrefflich’ (18. Jh.). zuziehen Vb. ‘durch Heranziehen schließen, zusammenziehen, festziehen, herbeirufen, von auswärts an den hiesigen Ort ziehen’, sich etw. zuziehen (z. B. etw. Übles, eine Krankheit, 18. Jh.), ahd. zuoziohan ‘anziehen, (die Bogensehne) spannen’ (um 1000), mhd. zuoziehen ‘zuziehen, zufügen, schließen, entgegenziehen, jmdm. zusetzen’; zuzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘hinzukommend, hinzuzurechnen’ (20. Jh.), wohl nach abzüglich (s. oben) gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) überstreifen · ↗(etwas) überziehen · Kleidung anlegen · ↗ankleiden · anziehen · ↗bekleiden · ↗einkleiden · ↗hineinschlüpfen · ↗überstülpen
Antonyme
  • anziehen
Synonymgruppe
(eine Schraube) anziehen · festdrehen · ↗festziehen · ↗schrauben
Unterbegriffe
Synonymgruppe
(einen) Schritt zulegen · ↗beschleunigen (aktiv) · volle Kraft voraus fahren  ●  (die) Geschwindigkeit erhöhen  Hauptform · (Tempo) anziehen  ugs. · (die) Schlagzahl erhöhen  ugs. · (eine) Schippe zulegen  ugs. · (eine) Schüppe Kohlen drauflegen  ugs., ruhrdt. · (einen) Schlag zulegen  ugs. · (einen) Zahn zulegen  ugs. · (mehr) Tempo machen  ugs. · Gas geben  ugs. · Gummi geben  ugs. · auf die Tube drücken  ugs., veraltend · aufs Tempo drücken  ugs. · ↗reinhauen  ugs. · schneller machen  ugs.
Unterbegriffe
  • (kräftig) ausschreiten  variabel · ein strammes Tempo vorlegen  variabel · einen schnellen Schritt einschlagen  variabel
Assoziationen
  • (ein) bisschen dalli!  ugs. · (na los) Bewegung!  ugs. · (na) wird's bald?  ugs., Hauptform · (und zwar) ein bisschen plötzlich!  ugs. · Aber zackig jetzt!  ugs. · Beeilung!  ugs. · Beweg deinen Arsch!  derb · Brauchst du 'ne (schriftliche) Einladung?  ugs., variabel · Brauchst du (erst noch) ne Zeichnung?  ugs. · Dann mal ran!  ugs. · Drück auf die Tube!  ugs., veraltet · Geht das (eventuell) auch ein bisschen schneller?  ugs., variabel · Gib Gummi!  ugs., salopp · Gib ihm!  ugs. · Hau rein!  ugs., salopp · Heute noch?  ugs., ironisch · Jetzt aber dalli!  ugs., variabel · Jib Jas Justav, 's jeht uffs Janze!  ugs., Spruch, berlinerisch · Komm in die Gänge!  ugs. · Kutscher, fahr er zu! (pseudo-altertümelnd)  ugs., ironisch · Lass gehen!  ugs. · Lass jucken, Kumpel!  ugs., veraltet · Lass schnacken!  ugs. · Lass was passieren!  ugs. · Leg ma ne Schüppe Kohlen drauf!  ugs., Spruch, ruhrdt., veraltet · Leg mal 'nen Zahn zu!  ugs. · Mach fix!  ugs. · Mach hin!  ugs. · Mach hinne!  ugs., regional · Mach voran! (Betonung auf 1. Silbe, norddt.)  ugs. · Mach zu!  ugs., norddeutsch · Nicht einschlafen!  ugs. · Nichts wie ran!  ugs. · Noch einen Schritt langsamer, und du gehst rückwärts.  ugs., ironisch · Pass auf, dass du nicht Wurzeln schlägst.  ugs., übertreibend · Pass auf, dass du nicht einschläfst!  ugs., übertreibend, variabel · Schlaf nicht ein!  ugs., variabel · Wat stehst'n hier noch rum!  ugs., norddeutsch · Wie wär's mit ein bisschen Beeilung?  ugs. · Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!  ugs., Spruch · Wird das heut(e) noch was?  ugs., ironisch · worauf wartest du?  ugs.
  • Tempo aufnehmen · an Fahrt gewinnen · ↗beschleunigen (= schneller werden)  ●  Fahrt aufnehmen  auch figurativ · ins Rollen kommen  fig. · schneller werden  Hauptform · ↗abgehen  ugs. · auf Touren kommen  ugs., auch figurativ · in Fahrt kommen  ugs., auch figurativ · in Schwung kommen  ugs., auch figurativ
  • Druck ausüben · Druck machen · ↗dringen · dringend bitten · ↗drängen  ●  ↗urgieren  österr. · Dampf machen  ugs. · die Daumenschrauben anziehen  ugs. · ↗quengeln  ugs.
  • (sich) beeilen · ↗eilen  ●  (sich) abhasten  veraltet · ↗(sich) abjagen  veraltet · ↗(sich) tummeln  österr. · (die) Beine in die Hand nehmen  ugs., fig. · (die) Hufe schwingen  ugs., fig. · ↗(sich) abhetzen  ugs. · ↗(sich) ranhalten  ugs. · ↗(sich) sputen  ugs. · ↗(sich) überschlagen  ugs. · Dampf machen  ugs., fig. · fix machen  ugs. · hinnemachen  ugs. · ↗reinhauen  ugs., salopp · schnell machen  ugs. · ↗voranmachen  ugs., ruhrdt.
Synonymgruppe
(die) Kleidung anlegen · ↗(sich) ankleiden · (sich) anziehen · ↗(sich) bekleiden  ●  (sich) werfen in  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) verteuern · anziehen (Preis) · im Preis steigen · ↗steigen (Preis) · teurer werden
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anzug Besucher Daumenschraube Euro Hemd Hose Jacke Kleid Konjunktur Kurs Mantel Nachfrage Notierung Preis Prozent Publikum Punkt Schraube Schuh Tempo Tourist Uniform Zähler Zügel deutlich kräftig magisch warm wieder ziehen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anziehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als Nylon erfunden wurde, wollte man damit viel mehr als Frauen anziehen.
Die Zeit, 16.11.2009, Nr. 46
Was es da zu sehen gab, war so spannend, daß dieser Mann komplett vergaß, sich anzuziehen.
Bild, 22.09.2005
Ich war doch immer geschmackvoll angezogen und ich möchte nicht sagen, daß ich modern gegangen bin.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 19.08.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wenn es kalt ist, dann zieht man sich eben entsprechend an.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 07.04.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
So wie er ist, mag ich ihn nicht mehr anziehen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 31.10.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„anziehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/anziehen>, abgerufen am 25.06.2019.

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