anscheißen

GrammatikVerb · schiss an, hat angeschissen
Aussprache
Worttrennungan-schei-ßen
Wortzerlegungan-1scheißen
Wortbildung mit ›anscheißen‹ als Grundform: ↗Anschiss
eWDG, 1967

Bedeutung

vulgär, abwertend
1.
jmdn. betrügen
Beispiel:
du willst mich wohl anscheißen?
2.
jmdn. anschnauzen
3.
im Part. Prät.
angeschissen kommenungelegen kommen
Beispiel:
dauernd kommt er angeschissen

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) weitergeben · ↗(jemanden / etwas) verraten · ↗denunzieren · ↗melden  ●  ↗(etwas) petzen  ugs. · anscheißen  derb · ↗anschwärzen  ugs. · ↗vernadern  ugs., österr. · ↗verpetzen  ugs. · ↗verpfeifen  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jeder ist verantwortlich für seine Fehler und darum macht keiner mehr Fehler, weil er Angst hat, von den anderen angeschissen zu werden.
Der Tagesspiegel, 23.11.2004
Daß wir auch andere Gemeinsamkeiten haben, als von Arne angeschissen worden zu sein.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 167
Natürlich hat auch schon mal einer, der aufgefallen ist, den Disponenten bei der Polizei angeschissen, weil der eine unmögliche Tour vorgeschrieben hatte.
Die Zeit, 30.09.1983, Nr. 40
Wir lassen uns schon nicht anscheißen.
Bild, 11.03.2000
Um in seinem Jargon zu bleiben, er schiß mich wahnsinnig an.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 101
Zitationshilfe
„anscheißen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://dwds.de/wb/anscheißen>, abgerufen am 20.04.2019.

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